Sex-Attentäter: Ermittlungen wegen weiterer Missbrauchsfälle

Der 27-jährige Andreas S. dürfte mit ziemlicher Sicherheit jener Sex-Attentäter sein, der am vergangenen Donnerstag ein sechsjähriges Mädchen auf der Toilette der Volksschule Kindermanngasse in Wien-Hernals missbraucht hat.

Die Wiener Polizei gab im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch Details über die Zeit des Freiganges von S. bekannt, der wegen zahlreicher Einbruchsdiebstähle in der Justizanstalt Hirtenberg in Haft sitzt. Nun werden auch Ermittlungen wegen acht weiterer Sexualdelikte aufgenommen.

Begonnen hatte alles am Dienstag vergangener Woche, als der 27-jährige Häftling Freigang erhielt, um sich auf das Leben nach seinem Gefängnisaufenthalt vorzubereiten. Denn die Entlassung von Andreas S. stand unmittelbar bevor. Er checkte in einem Wiener Hotel ein – besser gesagt: Er versuchte es. Wie die Rezeptionistin später zu Protokoll gab, habe sich S. sehr auffällig benommen, sich mit seinem Namen in die Zimmerliste eingetragen, sei aber schließlich aus unbekannten Gründen davongelaufen. Die Frau erkannte den Mann später auf dem Phantombild wieder.

S. war beileibe kein Unbescholtener. Seit dem Jahr 2000 verbrachte er wegen insgesamt neun Eigentumsdelikten die meiste Zeit hinter Gittern. Zuletzt saß er in der Justizanstalt Hirtenberg in Niederösterreich ein. Bereits einen Tag nach dem Sex-Attentat in der Volksschule Kindermanngasse ging die Polizei mit einem Phantombild an die Öffentlichkeit – und hatte kurz danach Erfolg. Auch einige Lehrerinnen erkannten den 27-Jährigen bei einer Gegenüberstellung.

Die Einvernahme des Verdächtigen verlief nicht allzu zufriedenstellend für die Kriminalisten, denn S. sagte zu dem Fall nichts Verwertbares aus. Allerdings legte der in die Justizanstalt zurückgekehrte Häftling ein schriftliches Geständnis ab.

Für die Beamten der Kriminaldirektion 1 hat nun eine weitere spannende Ermittlungsphase begonnen: Es gilt nämlich herauszufinden, ob S. mit acht bisher ungeklärten Sexual-Straftaten in Verbindung gebracht werden kann. Derzeit wird geprüft, ob die Zeitspannen seiner Freigänge mit jenen der Taten übereinstimmen. Noch ausständig sind DNA-Abgleiche, die in den kommenden Tagen durchgeführt werden.

Die Polizei ersucht weiter um Hinweise unter der Wiener Telefonnummer 31310-33800 (KD1-Journaldienst).

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