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Sereinig will ins EM-Mehrkampffinale

©Privat
Am 25. Mai beginnen in Bern die Europameisterschaften im Kunstturnen, ausgetragen werden sowohl Elite- als auch Juniorenwettkämpfe. Vorarlbergs Nachwuchs-Hoffnungen ruhen bei dieser EM vor allem auf Fabio Sereinig: seine Stärke ist der Mehrkampf, sein Ziel das Finale der besten 24-Kunstturner.

Bereits bei den EYOF 2015 in Tiflis (Jugend-Olympia) hat er gezeigt, dass ein Finale in Reichweite ist. „In Tiflis habe ich das Finale der besten 24 nur um zwei Zehntelpunkte verpasst. Jetzt werde ich dieses Ziel ein weiteres Mal in Angriff nehmen“, so der 17-jährige Athlet der Turnerschaft Wolfurt.

Insgesamt sind in Bern 620 Turnerinnen und Turner aus 38 Ländern am Start. Österreich ist mit 15 Aktiven vertreten, darunter vier Vorarlberger. Für die Elite-Teams des ÖFT haben sich Matthias Schwab (SG Götzis) und Olivia Jochum (TSZ Dornbirn) qualifiziert. Neben Fabio Sereinig wird auch Maximilian Tamegger (TS Dornbirn) in den Junioren-Bewerben starten. Lorenz Rüf (TS Dornbirn), Erja Metzler (TS Wolfurt) und Elisa Hämmerle (TS Jahn Lustenau) verletzten sich leider im Vorfeld.

Interview mit Fabio Sereinig

Wie stellst du dich auf die EM ein?

„Es wird mein erster EM-Einsatz, dementsprechend fiebere ich dem Ereignis entgegen, auch meine Eltern werden als Zuschauer dabei sein. Aktuell trainiere ich mit Landestrainer Lubomir Matera pro Woche in zwölf Einheiten im Landessportzentrum, an den meisten Wochentagen vormittags und nachmittags. Als Schüler des Sportgymnasiums Dornbirn kann ich mir das gut einteilen.“

Siehst du deine Größe (Anmerkung 180 cm) als Nachteil?

„Generell sind Kunstturner auf Top-Niveau kleiner als ich. Es hat aber auch in der Vergangenheit immer wieder größere erfolgreiche Turner gegeben. Außerdem wirken meine Übungen an Geräten wie dem Reck besser, weil die Schwünge und Riesenfelgen eleganter aussehen.“

Wie sieht die Leistungskurve seit Jugend-Olympia im Sommer 2015 aus?

„An einigen Geräten habe ich meine Kür-Übungen mit weiteren Schwierigkeiten ergänzt. So zeige ich am Boden einen Doppelsalto vorwärts aus dem Anlauf und am Barren einen Doppelsalto als Abgang.“

Der doppelte Vorwärtssalto am Barren gilt als ungewöhnliches und schwieriges Element. Wie bist du darauf gekommen?

„Nach einer Fuß-Verletzung im letzten Jahr zeigte sich, dass ich nach Rückwärtssaltos Schmerzen bei der Landung hatte. Daraufhin habe ich mit meinem Trainer Lubomir Matera auf Vorwärtssaltos umgestellt. Es hat sich herausgestellt, dass ich ein Talent für diese schwierig zu kontrollierenden Teile habe. Jedenfalls gibt es nur wenige Turner, die Doppel-Vorwärtssaltos am Barren beherrschen.“

Ist der Barren generell dein Lieblingsgerät?

„Ich sehe mich als Mehrkämpfer und fühle mich an allen sechs Wettkampfgeräten sicher. Die zwei Stützgeräte Pferd und Barren zählen aber zu meinen stärksten. Bei den letzten Wettkämpfen im Vorfeld der EM sind die Übungen fast fehlerlos gelungen. Beim Pinter-Cup im April habe ich meine Bestmarke im Mehrkampf auf 78,15 Punkte verbessert; die Vorbereitung für Bern ist also sehr gut gelungen.

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