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Serbien: Gerüchte um intensive Jagd nach Mladic

Die serbischen Behörden fahnden angeblich intensiv nach dem mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ratko Mladic. In Belgrad häuften sich am Dienstag die Gerüchte, wonach serbische Spezialeinheiten die Suche auf die Umgebung von Valjevo konzentrierten.

Die Ortschaft liegt rund 70 Kilometer südwestlich der serbischen Hauptstadt. Auch westliche Experten seien an der Fahndung beteiligt. Nach Angaben des Belgrader Senders „B-92“ ist die serbische Anti-Terroreinheit SAJ allerdings nicht in die Suche involviert.

„Wir sind optimistisch, dass Mladic bald verhaftet wird“, zitierte die Presseagentur AP einen ranghohen US-Diplomaten. Auch ein Offizier der serbischen Sicherheitskräfte habe bestätigt, dass die serbische Regierung ihre Zurückhaltung Mladic gegenüber aufgegeben habe, und das Geschehen mit den Worten kommentiert: „Die Schlinge um Mladic zieht sich enger.“ Die Abteilung des Innenministeriums zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität hat indes keine Information über die Fahndung nach Mladic.

Am Dienstag hatte das serbische Boulevardblatt „Kurir“ die Nachricht verbreitet, Mladic sei bereits verhaftet worden. Diese Meldung hatten die Polizeibehörden jedoch bestritten.

Der serbisch-montenegrinische Minderheiten- und Menschenrechtsminister, Rasim Ljajic, sagte nach einer Reise zum UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, Belgrad müsse bis zum 1. Oktober seine Bereitschaft zeigen, mit dem UN-Tribunal zusammenzuarbeiten. Die USA und die Europäische Union haben eine weitere finanzielle und politische Unterstützung von der Verhaftung Mladics abhängig gemacht. Letzteres bestätigte auch der serbische Außenminister Vuk Draskovic am Dienstag nach seiner Rückkehr aus Den Haag.

Dem ehemaligen Militärführer der bosnischen Serben, Ratko Mladic, wird vorgeworfen, für das Massaker von Srebrenica mitverantwortlich gewesen zu sein, bei dem 1995 in einer Woche mehr als 7.000 Bosniaken umgebracht wurden. Vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist er zusammen mit dem ehemaligen Präsidenten der Republika Srpska, Radovan Karadzic, wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.

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