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Seltene Aufnahmen: Riesenkalmar verirrt sich in japanisches Hafenbecken

Video mit Seltenheitswert: Ein junger Riesenkalmar verirrte sich in einen japanischen Hafen.
Video mit Seltenheitswert: Ein junger Riesenkalmar verirrte sich in einen japanischen Hafen. ©YT/ANNnewsCH
Ein seltenes Spektakel bot sich am Heiligen Abend den Menschen in der Mizuhashi Fisherina, dem Hafen von Toyoma City, 250 Kilometer nördlich von Tokio: Ein Fischer hatte im Hafenbecken einen jungen Riesenkalmar unter den dort vertäuten Fischerbooten entdeckt.

“Es ist das erste Mal, dass wir hier einen lebenden Riesenkalmar gesehen haben. Immerhin beträgt die Wassertiefe hier nur knapp drei Meter”, zitiert das “Wall Street Journal” den Verwalter des Hafens, Tatsuya Wakasugi.

Seltenes Video: Ein lebendiger Riesenkalmar

Dass in der Gegend Riesenkalmare vorkommen, ist zwar bekannt. Laut Wakasugi wurden heuer schon mehrere Exemplare gefangen. Diese hingen allerdings in Fischernetzen und waren bereits tot bzw. fast tot. “Aber das ist das erste Mal, dass wir ein lebendes Tier gesehen haben. Während die Körper der toten Tiere eine weiße Farbe angenommen hatten, war der Körper von diesem hier rot.”

Das knapp vier Meter lange Tier sei mehrere Stunden im Hafen herumgeschwommen, ehe es von einem Taucher auf das offene Meer geleitet wurde. Warum der junge Riesenkalmar im Hafen war, ist nicht klar. Die Wetterbedingungen waren jedenfalls nicht ungewöhnlich. Und bis auf einige Kratzer am Kopf erfreute er sich offenbar bester Gesundheit.

Scheue Tiere

Die sensationellen Aufnahmen haben jedenfalls Seltenheitswert, denn für gewöhnlich leben Riesenkalmare in Tiefen von 600 bis 900 Metern. Menschen bekommen sie für gewöhnlich nur tot in Fischernetzen oder in Pottwalmägen zu Gesicht. Erst 2012 konnte erstmals ein lebendes Exemplar der äußerst scheuen und weitgehend unerforschten Tiere gefilmt werden.

Experten zufolge können die Tiere Längen von zehn Metern und mehr erreichen und Hunderte Kilogramm schwer werden. Wie lang die Tiere allerdings tatsächlich werden können ist kaum seriös zu bestimmen, da sich die Dehnbarkeit der Tentakel nach dem Tod extrem vergrößert. Der bislang größte korrekt vermessene Riesenkalmar war elf Meter lang und wog 495 Kilogramm. (red)

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