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Selbstmordattentat in Casablanca

In der marokkanischen Stadt haben sich in der Nähe von US-Einrichtungen zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Die beiden kamen ums Leben, eine Passantin wurde leicht verletzt.

Das erklärte ein Mitarbeiter des marokkanischen Innenministeriums. Erst am Dienstag hatten sich in Casablanca drei Männer auf die gleiche Weise das Leben genommen und damit Befürchtungen geweckt, in Marokko und der gesamten Region könne es zu einer neuen Welle des Terrorismus kommen.

Die amtliche marokkanische Nachrichtenagentur MAP berichtete, die Attentäter hätten ihre Sprengstoffgürtel in einem wohlhabenden Viertel der Stadt vor einer Bank in der Straße Moulay Youssef gezündet. Ganz in der Nähe liegen ein amerikanisches Kulturzentrum, das US-Konsulat und eine Synagoge. Weitere Todesopfer gab es nach Angaben der Polizei nicht. Das Kulturzentrum sei zum Zeitpunkt der Detonation leer gewesen, hieß es.

Die marokkanische Polizei hat in jüngster Zeit das Vorgehen gehen Terrorzellen verstärkt. Am Dienstag umstellte sie in einem Arbeiterviertel Casablancas drei Attentäter, die sich daraufhin in die Luft sprengten. Ein vierter Mann wurde von der Polizei erschossen. Bei einer der Explosionen war auch ein Beamter getötet worden. 20 Menschen wurden zudem verletzt. Die Männer hatten angeblich Anschläge auf ausländische Schiffe und Touristen-Hotels geplant.

Im Nachbarland Algerien wurden in dieser Woche bei Anschlägen auf den Amtssitz des Ministerpräsidenten mehr als 30 Menschen getötet. Das internationale Terrornetzwerk Al-Kaida bekannte sich zu den Anschlägen bzw. Anschlagsplänen in beiden Ländern. Die dortige US-Botschaft warnte vor neuen Anschlägen in der algerischen Hauptstadt Algier. Gefährdet seien die Umgebung des Hauptpostamts und des Sitzes des Fernsehsenders ENTV, hieß es in einer Stellungnahme.

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