Selbstmordanschlag eines 13-Jährigen in Afghanistan vereitelt

Eine Frau und ein 13-jähriger Bursche sind in Afghanistan festgenommen worden, weil sie offenbar ein Selbstmordattentat auf einen Provinzgouverneur verüben wollten.

Die beiden wurden nach offiziellen Angaben am Donnerstagabend in der Nähe der Residenz des Gouverneurs der Provinz Ghazni festgenommen, als sie gerade ihre Sprengstoffgürtel am Körper befestigen wollten. “Die beiden wollten in den Gebäudekomplex eindringen und hatten es auf den Gouverneur und andere ranghohe Mitarbeiter abgesehen”, sagte ein Sprecher der Provinzregierung am Freitag.

Der stellvertretende Polizeichef von Ghazni teilte mit, die Frau habe zugegeben, sie sei aus der Stadt Multan in Pakistan nach Ghazni gekommen, um den Anschlag zu verüben. Die Frau und der Bursche können demnach keine der beiden afghanischen Landessprachen Dari und Paschtu sprechen. Sie sollen jedoch der pakistanischen Landessprache Urdu und des Arabischen mächtig sein. Die mutmaßliche Selbstmordattentäterin habe weiter ausgesagt, sie sei mit drei Männern nach Afghanistan gekommen, die jedoch nicht festgenommen wurden. In welcher Beziehung der Bursche zu der Frau steht, war zunächst unklar.

Es ist äußerst selten, dass Frauen Selbstmordanschläge verüben. Im Mai verübte eine Frau in der Provinz Farah einen Anschlag. Sie hatte den Sprengstoff unter ihrer Burka. Im vergangenen Jahr wurde ein 14-jähriger Bursche aus dem pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet festgenommen, weil er mutmaßlich den Gouverneur in Ghazni töten wollte. Präsident Hamid Karzai hatte den Burschen begnadigt und ihn seinen Eltern übergeben.

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