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Selbstjustiz: Angeblicher Vergewaltiger verprügelt

Die Täter lauerten dem 13-Jährigen an einer Bushaltestelle auf (Symbolbild).
Die Täter lauerten dem 13-Jährigen an einer Bushaltestelle auf (Symbolbild). ©APA, VOL.AT/Philipp Steurer
Zwei junge Arbeitslose (15) lauerten einem 13-Jährigen auf und schlugen ihn zu Boden. Bedingte Haft und Geldstrafe sind die Folge.

Von: Seff Dünser (NEUE)

Am Vorabend hatten sie gehört, dass der 13-Jährige ein Mädchen vergewaltigt haben soll. Daraufhin beschlossen drei junge Montafoner, sich in einem Akt der Selbstjustiz am mutmaßlichen Sexualstraftäter zu rächen. Sie lauerten dem Buben im März bei einer Bushaltestelle in Bludenz auf. Nachdem der 13-jährige Schüler aus dem Bus ausgestiegen war, wurde er von zwei 15-Jährigen zu Boden geschlagen und dabei leicht verletzt.

Die Strafen

Dafür wurde der bereits mit drei Vorstrafen belastete Erstangeklagte gestern am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von vier Monaten und einer unbedingten, zu bezahlenden Geldstrafe von 1200 Euro (300 Tagessätze zu je vier Euro) verurteilt. Sein 19-jähriger Bruder und der ebenfalls ein Mal vorbestrafte 15-jährige Drittangeklagte kamen jeweils mit einer Geldstrafe von 1200 Euro (300 Tagessätze zu je vier Euro) davon. Als Schadenersatz haben die drei Angeklagten dem Geschädigten gemeinsam 1190 Euro zu bezahlen. Keines der drei Urteile ist rechtskräftig.

Weil die drei Angeklagten den gewaltsamen Angriff verabredet hatten, wurde die leichte Körperverletzung des 13-Jährigen strafrechtlich als Verbrechen der schweren Körperverletzung gewertet. Der Tatbeitrag des 19-jährigen Zweitangeklagten bestand nach Ansicht des Richters darin, dass er den 13-Jährigen angesprochen hatte und am Tatort anwesend war.

15-Jähriger fasst noch einen Schuldspruch aus

Der 15-jährige Drittangeklagte wurde auch wegen gefährlicher Drohung schuldig gesprochen. Der Arbeitslose war am Tatort von einer Lehrerin fotografiert worden und drohte damit, sie abzumurksen.

(NEUE)

*Laut aktuellen Informationen wurden die Ermittlungen gegen den 13-Jährigen, die durch die verbreiteten Gerüchte notwendig geworden waren, eingestellt. (Red.)

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