Sektenführer ließ tote Anhängerin im Bad verwesen

Zwei Monate lang hat der Anführer einer Sekte in den USA den Leichnam einer hochbetagten Anhängerin in der Toilette versteckt gehalten. Nach eigener Darstellung glaubte er, die Tote würde wieder auferstehen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hingegen wollte er nur die Pension und die Zinseinkünfte der 90-Jährigen einstreichen. Ein Gericht in Mauston im US-Staat Wisconsin verurteilte den Sektenchef Alan Bushey am Mittwoch zu zwei Jahren Gefängnis.

Die alte Dame hatte sich 2005 Busheys “Orden vom Göttlichen Willen” angeschlossen und bei einer anderen Anhängerin und deren zwei Kindern im Teenageralter gewohnt. Als sie im Frühjahr 2008 eines natürlichen Todes starb, versteckte er sie im Badezimmer. Während die Leiche dort verweste, musste die Familie einen Kübel im Kasten als Toilette benutzen. Die Sache flog auf, als die Schwester der alten Dame die Polizei alarmierte, weil sie nichts mehr von ihr hörte.

Vor Gericht sagte Bushey, er habe geglaubt, dass Gott die Tote ins Leben zurückholen werde. Er hätte aber wissen müssen, dass der Herr das auch ohne sein Zutun schaffe, räumte er vor Gericht ein. “Ich hätte den Leichenbeschauer rufen und das Übernatürliche Gott überlassen sollen.”

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