Seit drei Jahrzehnten im Fass

Dornbirn - Vor 32 Jahren begann seine Karriere auf der Narrenbühne. Und Dr. Helmut Lecher denkt noch lange nicht ans Aufhören. Termine Narrenabende

Heute Abend schlüpft er wiederum in seine legendären gelben Stiefel, um den Startschuss zum ersten von acht Narrenabenden abzufeuern.

Eigentlich ist Helmut Lecher ein ruhiger Typ, dem man nicht ansieht, dass er sich in Narrenkreisen wohl fühlt. Aber der Schein trügt. Der Mann im Fass hat Humor. Er ist nicht nur Regisseur, aus seiner Feder stammen auch unzählige Texte, die auf der Narrenbühne vorgetragen wurden und werden und stets für Lachsalven sorgen. “1973 trat die Zunft erstmals mit der Bitte an mich heran, einige Beiträge für den Narrenabend zu verfassen“, erinnert sich der „Stiefelema“ an die bescheidenen Anfänge.

Bereits ein Jahr später wurde er verdonnert, als Moderator vors Publikum zu treten. „Allerdings unter der Bedingung, dass mich niemand erkennt“, schmunzelt er heute über seine Premiere in der Bütt. Die Maskenbildnerinnen taten ihr Bestes, ganz anonym verlief der Auftritt dann aber doch nicht.

Klingende Namen

Vom Lampenfieber verschont ist der Chef der Künstlertruppe auch nach mehr als drei Jahrzehnten Bühnenerfahrung immer noch nicht ganz. „Erst wenn ich merke, dass das Programm beim Publikum ankommt, kann ich aufatmen“, gibt der alte Hase zu. Dass die Narrenabende auch nach bald 40 Jahren immer noch die großen Renner der Dornbirner Fasnat sind, führt Lecher vor allem auf das Engagement der rund 200 Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen zurück.

Die Erfolgsgeschichte der Narrenbühne hängt eng mit den Großen der heimischen Fasnatszene zusammen. Der Stiefelema denkt dabei an Otto Lunardi, Rudl Flax, Heinz Rüf oder Erwin Geiger, die alle Narrengeschichte geschrieben haben. Ebenso Karl Idl, der nach wie vor als Texter und Chef der Dreckspatzen brilliert.

Rauchverbot

Bedenken wegen der Besucherzahlen gab es, als bekannt wurde, dass ab heuer im Kulturhaus das Rauchen tabu ist. Die Aufregung war umsonst. „Lediglich zwölf Leute gaben ihre Karten zurück, um sie wenige Tage später wieder anzufordern“, schmunzelt Lecher und freut sich auf Narrenabende, die ab sofort ohne blauen Dunst über die Bühne gehen werden.

ZUR PERSON – Dr. Helmut Lecher

Geboren: 1945
Familie: verheiratet, vier Kinder, drei Enkel
Ausbildung: Studium der Wirtschaftswissenschaften in Wien
Hobbys: Reisen, Radfahren, gutes Essen und Trinken

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