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Seit 50 Jahren Mesner in Buch

Wie landet denn ein Krumbacher schlussendlich in Buch? "Do war mine Frou schuld", sagt Alfred Steurer und rückt sich den samtbespannten Sessel zurecht.

So nahe am Altar sitzt normalerweise nur der Pfarrer oder gar der Bischof. Aber Alfred Steurer ist seit 50 Jahren Mesner in Buch. Da steht ihm das auch einmal zu.

Also, wie war das 1956? Die Steurers hatten zehn Kinder. Im oberen Stock wohnte schon Alfreds Schwester mit Familie. Da wurde es halt eng, als Alfreds Frau das dritte Kind zur Welt brachte. „Und die Mesnerpfründe in Buch war ja frei geworden.“

Also hat Alfred den kleinen Bucher Bauernhof übernommen, hat „drei Stück Vieh“ angeschafft und von dem gelebt, was er herausgewirtschaftet hat. Dafür musste er versprechen, dass er treu die Mesnerdienste verrichtet. Wem hat erÑs denn versprochen? „Dem Pfarrer“, sagt er, „und meiner Frau.“ Und als das Geld nicht mehr gereicht hat, „bin i uf’d Stro’ ganga“. 16 Jahre Straßenkehrer ergaben „a schöne Pension“. Täglich ist er vor fünf Uhr aufgestanden: Kühe versorgen, Messe vorbereiten, Straßen kehren. Aber Alfred Steurer ist zufrieden.

Heute betreut er seine kranke Frau, „ohne die das alles nie gegangen wär’“. Manchmal denkt er noch an die eine Woche Urlaub zurück, die er „irgendwo bei Frastanz“ verbracht hat. Oder er sieht seinen eigenen zehn Kindern zu, die längst selber Familien haben.

Sein Sohn Meinrad wird ihn irgendwann als Mesner ablösen. Das ist schon fix. Der Meinrad „hot baut uf kirchlichem Grund“. Und weil er versprach, später Vaters Nachfolger zu werden, „hot er dr Grund a kle billiger kriagt“.

Die Steurers und die Kirche, die gehören seit 50 Jahren zusammen. „Obwohl i nit amol Ministrant gsi bia.“

ZUR PERSON

Alfred Steurer

  • Beruf: Mesner
  • Geboren: 27. Dezember 1918
  • Familie: verheiratet, 10 Kinder
  • Ausbildung: Mesner-Ausbildung in Schwaz
  • Laufbahn: Seit 1956 als Mesner in der Gemeinde Buch. Daneben Landwirtschaft und Straßenkehrer.
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