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Seine Asche wird im All verstreut

Die Asche des verstorbenen Schauspielers James Doohan, der als Chefingenieur "Scotty" in der Serie „Raumschiff Enterprise“ Kultstatus erlangte, kommt ins All.

Die Familie des Kanadiers werde eine private Trauerfeier abhalten, an deren Ende die Asche ins All geschickt werde, teilte Doohans Agent Steven Stevens mit. Dies sei der letzte Wille des Verstorbenen 85-Jährigen.

Doohan verstarb am Mittwoch nach langem Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit und einer Lungenentzündung im Alter von 85 Jahren. William Shatner, der in der „Enterprise“-Serie die Rolle des Captain Kirk spielt, sprach Doohans Familie sein Beileid aus.

Der ausgefallene Wunsch Doohans soll von der texanischen Firma Space Services erfüllt weren, die bereits die Asche vom Erfinder der „Star Trek“-Serie, Gene Roddenberry, zu den Sternen schickte. Die sterblichen Überreste Doohans könnten bereits im September an Bord einer „Falcon 1“-Rakete vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg ins All geschossen werden, sagte eine Sprecherin von Space Services. Mit dem selben Flug solle auch die Asche des ehemaligen „Star Trek“-Drehbuchschreibers John Meredyth ins All gebracht werden. Die „Bestattung“ im Weltall kostet dem Unternehmen zufolge zwischen 995 und 5.300 Dollar (819 bis 4.400 Euro).

Die Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“ brachte es in den späten sechziger Jahren – auch bedingt durch die erste bemannte Mondlandung 1969 – zu Weltruhm. Die zahlreichen Folgeserien und Kinofilme haben bis heute eine große Fangemeinde. Doohan spielte in der Originalserie an der Seite von „Captain James T. Kirk“ (Shatner) und dem ersten Offizier „Mr. Spock“ (Leonard Nimoy) den pragmatischen Ingenieur „Scotty“. Diesem gelang es selbst in brenzligen Situationen, Schäden an der „Enterprise“ zu reparieren und in Not geratene Crewmitglieder im letzten Moment auf das Raumschiff zurück zu „beamen“. Der Befehl „Beam me up, Scotty“ wurde in Fankreisen zum geflügelten Wort.

„Er liebte es, ’Scotty’ zu sein, und er liebte die ganze Star-Trek-Sache“, sagte Doohans Manager Stevens. „Ich glaube nicht, dass die meisten Leute wussten, was für ein großartiger Schauspieler er war.“ Bevor Doohan für die „Enterprise“-Serie engagiert wurde, spielte er in mehr als 2.000 Radio- und Fernsehsendungen mit. Später wurde Doohan so stark mit der Rolle des „Scotty“ identifiziert, dass seine Produktionsfirma Paramount ihn für keine anderen Parts besetzen wollte. „Das hat ihn sehr getroffen“, sagte Stevens.

Shatner, der über Jahrzehnte mit Doohan vor der Kamera stand, sprach der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus. „Ich kenne Jim seit seinen Anfängen in Kanada. Mit seinem Tod geht eine lange und besondere Karriere zu Ende.“

Doohan, der 1920 in Kanada geboren wurde, kämpfte als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Während der alliierten Landung 1944 in der Normandie verlor er bei Kämpfen einen Finger, was aufgrund geschickter Kameraführung in der Fernsehserie nie auffiel.

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