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Seegers Kreuz mit dem Band

Der Feldkircher Patrick Seeger erlitt bereits den zweiten Kreuzbandriss seit seinem Wechsel nach Salzburg.

Für Patrick Seeger ist es derzeit wichtig, den Kopf frei zu bekommen. Deshalb hat sich der 22-jährige Juniors-Spieler für eine Woche ins Ländle zurückgezogen. In heimatlicher Umgebung schöpfte er nach seiner zweiten Kreuzband-Operation innerhalb eines Jahres wieder jenen Mut, um der Zukunft optimistisch entgegenzusehen. Wie schon im Vorjahr, als er sich nach dem Wechsel von Austria Lustenau nach Salzburg gleich im ersten Training verletzte, so passierte auch diesmal die Verletzung im Training. “Eigentlich wurde eine Meniskusverletzung diagnostiziert.” Während der Operation aber wurde erneut ein Riss des Kreuzbandes – im selben Knie (rechts) – festgestellt. Drei Wochen nach der Meniskus-OP unterzog er sich nun einem weiteren Eingriff. Im Frühjahr will er wieder angreifen. Das Spiel seiner Mannschaft heute gegen den FC Lustenau wird er im Fernsehen verfolgen. Da sah er letzte Woche auch das Missgeschick von Matthias Koch. “Ich habe mit ihm mitgefühlt”, erzählt Seeger.

Für Lustenau-Trainer Nenad Bjelica sind die Juniors mit und ohne Seeger ein “unangenehmer Gegner”. Und er liefert gleich die Begründung dafür: “Sie sind jung, sind Fix­absteiger, können also unbekümmert spielen. Mit Rakic und Ilsanker haben sie zudem zwei außergewöhnliche Spieler in ihren Reihen.” Deshalb werde viel Arbeit auf seine Mannschaft warten. Doch das Ziel ist klar: Der FCL will zurück an die Tabellenspitze, auch wenn es nur für einen Tag sein sollte. Was aber ist dafür zu tun? “Wir müssen drei Punkte holen”, schmunzelt der Trainer. Dass die Anreise nach Salzburg erst heute erfolgt, ist für Bjelica kein Nachteil. “Wer ein Alibi suchen will, dann vielleicht. Ich habe aber schon Spiele gewonnen, wenn wir am Matchtag anreisten, andererseits Partien verloren, wenn wir am Tag vorher losgefahren sind.”

Ausfälle bei der Austria, doch des Trainers Erwartungen bleiben gleich

Fünf Spieler musste Austria-Coach Edi Stöhr verletzungsbedingt zu Hause lassen. Umso verständlicher sind seine Überlegungen, gegen St. Pölten taktische Veränderungen vorzunehmen. Derzeit tendiert der Deutsche zu zwei Stürmern Kridéne/Salkic, doch entscheiden will er erst heute. Variante Nummer zwei wäre mit Patrick Salomon als fünften Mittelfeldspieler und nur einem Angreifer (Edin Salkic). Die Erwartungen von Stöhr indes bleiben immer dieselben: „Mit großer Leidenschaft und Freude zu Werke gehen. Ich will nicht sehen, dass sie wie ein Kaninchen vor der Schlange stehen.“ Dass man eine Serie der Hausherren, St. Pölten (ohne den verletzten Martin Dorner) ist seit zwölf Heimspielen ungeschlagen, brechen könnte, kommentiert Stöhr auf seine Art: „Das würde mir gut in den Kram passen.“

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