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Im Bodensee liegen rund 100 Leichen

Symbolfoto - Harder Seepolizei im Einsatz
Symbolfoto - Harder Seepolizei im Einsatz ©VOL.AT - Mirjam Mayer
Immer wieder sterben Menschen im Bodensee. Vor allem Badende. Manche von ihnen bleiben womöglich für immer in den Tiefen des Bodensees verschollen.
Leichenfund im Bodensee: Identifizierung bereitet Probleme

Der Bodensee ist nicht nur ein wunderschönes Erholungsgebiet für Schwimmer, Ruderer, Segler, Wanderer oder Radfahrer, sondern auch ein riesiges Massengrab. Auf einer Liste der Seepolizei vom Bodensee werden fast einhundert Tote dokumentiert.

Die Liste wird seit 1947 geführt und ist inzwischen kurz davor, dreistellig zu werden.

Auf der Liste ,Vermisste und Tote im Bodensee‘ werden derzeit 99 Personen geführt, bestätigt Michael Behrendt, Dienststellenleiter der Wasserschutzpolizei in Friedrichshafen, gegenüber Bild.de.

Die Toten vom Bodensee

Wer sind die Toten vom Bodensee?

Personen, die über die Jahre tödlich verunglückten. In erster Linie Badegäste. Am Dienstag dieser Woche beispielsweise trieb ein 78-jähriger Mann bei Friedrichshafen regungslos im Wasser. Ein Schwimmer entdeckte den halbtoten Mann und brachte ihn mit anderen Badegästen sofort an Land. Dieser Mann entkam dem Grab Bodensee (verstarb dann aber wenige Stunden später auf der Intensivstation).

Andere Badegäste verunglücken wie der Mann und versinken für immer in den Tiefen des Bodensee. Die Meisten bleiben wohl auch für immer in den Tiefen des Sees verschollen.

Warum bleiben sie verschollen?

"Ab 60 Meter Tiefe ist der See nur noch vier Grad warm. Das ist wie ein Kühlschrank. Bei dieser Temperatur entstehen kaum noch Gase, die den Körper nach oben treiben könnten", erklärt Marcel Kuhn, Leiter der Seepolizei Thurgau, gegenüber "20 Minuten" aus der Schweiz.

Der große Wasserdruck verhindere zusätzlich den Auftrieb nach oben, halte die Körper unten in der Tiefe.

Die Leichen tauchen auch deswegen nicht mehr an der Wasser-Oberfläche auf, weil der Bodensee - je nach Wasserstand - mehr als 250 Meter Tiefe besitzt (während der Neusiedler See nicht mal eine maximale Tiefe von 2 Meter hat).

Zudem ist eine Suche nach vermissten Personen mit einer Sonde natürlich auch sehr aufwändig und kostenintensiv.

Und wenn doch ein Toter wieder auftaucht?

Eine Identifizierung ist mittels DNA-Abgleich relativ gut möglich, sagt Kuhn. Zusätzlich helfen der Seepolizei die alten Akten der Vermisstenfälle in den Polizeidienststellen. Dann werden die "Cold Cases" vom Bodensee wieder aufgerollt - und die Toten doch noch identifiziert.

(Red.)

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