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Sechs Palästinenser erschossen

Bei Gefechten im Gaza-Streifen und im Westjordanland haben israelische Soldaten am Samstag mindestens sechs Palästinenser erschossen.

Dutzende Soldaten hätten am Samstag die Altstadt von Nablus im Westjordanland durchkämmt, als sie von jugendlichen Steinewerfern angegriffen worden seien, berichteten Augenzeugen. Die Soldaten erschossen dabei einen palästinensischen Journalisten. Bei einem Armeevorstoß im südlichen Gaza-Streifen wurden nach Einbruch der Dunkelheit Augenzeugenberichten zufolge vier Palästinenser bei Gefechten im Flüchtlingslager Rafah getötet. Nahe Jenin im nördlichen Westjordanland sei zudem ein bewaffneter Palästinenser von Soldaten erschossen worden, der in eine jüdische Siedlung habe eindringen wollen, verlautete aus Armeekreisen. Nach Armeeangaben wurden in Nablus bei der Militäroperation mehrere Palästinenser festgenommen.

Die Ernennung einer neuen palästinensischen Regierung droht sich unterdessen weiter zu verzögern. Der designierte Ministerpräsident Abbas (Abu Mazen) verließ am Samstag ein Treffen mit Präsident Arafat nach einem Streit über Personalfragen, wie ein Teilnehmer der Sitzung mitteilte. Abbas habe mit seinem Rücktritt gedroht, falls Arafat die von ihm vorgelegte Kabinettsliste nicht akzeptiere. Arafat hatte zuvor erneut die Wahl des früheren Sicherheitschefs im Gazastreifen, Mohammad Dahlan, zum neuen Minister für Sicherheit in der Regierung Abbas abgelehnt, berichteten Zeugen des Eklats.

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