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Südtiroler Doppelstaatsbürgerschaft: Für Khol gefährlich und unsinnig

Als "nicht sinnvoll, gefährlich und undurchsetzbar" hat der Obmann des ÖVP-Seniorenbundes Andreas Khol die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler bezeichnet.

Es sei eine “Illusion zu glauben, dass eine solche fundamentale Verfassungsänderung eine Mehrheit im österreichischen Parlament fände”, meinte der frühere Nationalratspräsident zu dem von der Südtiroler Volkspartei (SVP) Mitte Dezember geäußerten Wunsch.

Khol glaubte, dass diese auch in den Teilen Tirols südlich und nördlich des Brenners “nicht mehrheitsfähig” sei. Zudem sei die Bevölkerung südlich und nördlich des Brenners “mit der derzeitigen Situation mehrheitlich zufrieden”, erklärte er in der Freitags-Ausgabe der “Tiroler Tageszeitung” (TT). Die Initiative der Südtiroler sei mit den österreichischen Stellen nicht abgesprochen, die “bewährte Vorgangsweise der Absprache aller wichtigen staatspolitischen Vorhaben zwischen Bozen, Innsbruck und Wien sei verlassen worden”.

Der VP-Seniorenchef verwies auf den 1947 abgeschlossenen Pariser Vertrag zwischen Österreich und Italien, der die Grundlage für Südtirols Autonomie sei. “Eine Verfassungsänderung mit österreichischer Staatsbürgerschaft widerspricht Buchstaben und Geist des Pariser Vertrags”, wurde er in der “TT” zitiert. Ein Rütteln daran sei “gefährlich für die Autonomie”. Italien würde “einen feindseligen Akt” sehen, in Südtirol würden “neue Gräben entstehen”, zeigte sich Khol überzeugt. Er frage sich, ob man den “Konflikt zwischen ‘Optanten’ und ‘Dableibern’ wieder aufleben lassen wolle.

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