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Südkorea stellt Raketen in Grenznähe auf

Angesichts der Spannungen mit Nordkorea hat Südkorea Präzisionsraketen in Grenznähe aufgestellt, die die nordkoreanische Hauptstadt erreichen können.

Einige dieser Boden-Boden-Raketen mit einer Reichweite von 165 Kilometern wurden nahe der sogenannten demilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern in Stellung gebracht. Das berichteten die nationale Nachrichtenagentur Yonhap und der Rundfunksender KBS am Freitag unter Berufung auf Militärkreise. Das Verteidigungsministerium bestätigte die Berichte nicht.

Bei den Raketen handele es sich um ATACMS (Army Tactical Missile System) aus amerikanischer Herstellung. Sie könnten von Mehrfachraketenwerfern abgefeuert werden.

Mit der Maßnahme reagierten die südkoreanische Streitkräfte den Berichten zufolge unter anderem auf den Beschuss einer zu Südkorea gehörenden grenznahen Insel durch Nordkoreas Küstenartillerie im November. Vier Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Durch den Vorfall haben sich die Spannungen auf der geteilten koreanischen Halbinsel deutlich verschärft.

Beide Länder befinden sich völkerrechtlich seit dem Korea-Krieg (1950-53) noch im Kriegszustand. Ein Friedensvertrag ist bis heute nicht abgeschlossen worden.

(Quelle: APA)

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