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Südkorea: Neuer Marschflugkörper entwickelt

Das südkoreanische Militär hat Berichten zufolge einen neuen Marschflugkörper entwickelt, der erstmals über Nordkorea hinaus auch Teile Japans, Chinas und Russlands erreichen kann.

Der Flugkörper mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern sei bereits „erfolgreich“ getestet worden, berichteten am Dienstag übereinstimmend südkoreanische Medien unter Berufung auf Regierungsbeamte in Seoul.

Das Geschoss könne damit auch nordkoreanische Raketenstellungen treffen, die in abgelegenen Bergregionen gebaut worden seien. Das Verteidigungsministerium habe die Berichte jedoch nicht offiziell bestätigen wollen aus Sorge, die Nachbarländer dadurch möglicherweise zu provozieren, hieß es.

Die Berichte über den erfolgreichen Test des neuen Marschflugkörpers erschienen nur zwei Wochen nach dem ersten Atomwaffentest durch Nordkorea, der die Spannungen in der Region weiter verschärfte. Im Juli hatte Nordkorea ohne Vorwarnung sieben ballistische Raketen getestet, darunter eine Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2, die im Prinzip auch Gebiete der USA erreichen kann.

Zusammen mit der staatlichen Agentur für Verteidigungsentwicklung treiben die südkoreanischen Streitkräfte den Berichten zufolge bereits die Entwicklung eines neues Marschflugkörpers mit einer Reichweite von 1500 Kilometern voran. Das jüngste Modell übertrifft bereits hinsichtlich der Reichweite alle ballistischen Raketen im Arsenal der südkoreanischen Streitkräfte. Erst im September wurde bekannt, dass Südkorea eine „Cheonryong“ (Himmelsdrache) benannte Cruise Missile mit einer Reichweite von 500 Kilometern entwickelt habe.

Unterdessen kritisierte China Nordkorea: Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il hat sich nach chinesischen Angaben nicht für den Atomwaffentest seines Landes entschuldigt. Entsprechende Berichte seien sicherlich nicht richtig, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Liu Jianchao, am Dienstag. Peking habe keine Informationen, wonach Kim sich entschuldigt habe.

Nordkorea habe einer chinesischen Delegation versichert, es gebe derzeit keine Pläne für einen zweiten Atomtest. Doch behalte sich Pjöngjang weitere Handlungen vor, wenn das Land unter Druck gesetzt werden, zitierte Liu den chinesischen Diplomaten Tang Jiaxuan, der in der vergangenen Woche mit Kim gesprochen hatte. Nordkorea gehe es besonders um die US-Sanktionen, die Finanztransfers in das Land betreffen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow forderte Nordkorea auf, von weiteren Atomtests abzusehen. Gleichzeitig dürfe keiner der Teilnehmer der Sechs-Parteien-Gespräche die Spannungen verschärfen, erklärte Lawrow offenbar unter Anspielung auf die USA. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed ElBaradei, sprach sich für Verhandlungen mit Nordkorea aus. „Ich glaube nicht, dass Sanktionen als Strafe funktionieren“, sagte ElBaradei am Montag nach einem Treffen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice. Es spiele keine Rolle, ob die USA im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche oder bilateral mit der Regierung in Pjöngjang verhandelten. Am Ende müsse man „die bittere Pille schlucken“ und mit Nordkorea und dem Iran reden.

Rund 1.500 Demonstranten in Südkorea protestierten in Seoul gegen die Nordkorea-Politik ihrer Regierung. Sie forderten, dass nach dem nordkoreanischen Atomtest alle Hilfslieferungen und Investitionen umgehend eingestellt werden. Die Demonstranten jubelten, als die Organisatoren ein Bild von Staatschef Kim verbrannten. Südkorea entwickelte nach einem Zeitungsbericht eine Langstreckenrakete, die Nordkorea erreichen kann. Die Zeitung „Munhwa Ilbo“ berichtete, die Rakete habe eine Reichweite von 1.000 Kilometern und könne damit Ziele in Nordkorea, China, Japan und Russland treffen.

Der südkoreanische Verteidigungsminister Yoon Kwang Ung bot unterdessen seinen Rücktritt an. Yoon war in die Kritik geraten, nachdem er mit den USA vereinbart hatte, dass die Regierung in Seoul bis 2012 die volle Kontrolle über die südkoreanischen Streitkräfte übernimmt. Ihm war vorgeworfen worden, der Transfer sei verfrüht und untergrabe die Abschreckung gegen Nordkorea.

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