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Südkaukasus: Paris schickte Hilfsgüter und fliegt Europäer aus

Frankreich hat am Montag 30 Tonnen Hilfsgüter für die Opfer des Kaukasuskrieges per Flugzeug nach Tiflis geschickt. Europäer, die wegen des Konflikts in der georgischen Hauptstadt festsäßen, könnten mit der Maschine nach Paris ausgeflogen werden, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums in Paris. Die Maschine habe 250 Plätze.
Kampfhandlungen dauern an 

Unter den Hilfsgütern seien Zelte, Decken, Betten und Kanister. Die Nothilfe soll von der französischen Organisation Premiere Urgence an Betroffene verteilt werden. “Wir stimmen uns mit allen europäischen Partnern ab, um der betroffenen Bevölkerung weitere Hilfsgüter zukommen zu lassen”, hieß es weiter.

Das Rote Kreuz will seinerseits rund 15 Tonnen Hilfsgüter nach Georgien bringen, wie eine Sprecherin schon am Sonntag angekündigt hatte. Ein Flugzeug soll in den kommenden Tagen vom Genfer Flughafen aus medizinisches Material sowie Ausrüstung für die Aufbereitung und den Ausschank sauberen Trinkwassers ins Krisengebiet transportieren, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Montag mit. Mit den Gütern könnten etwa 20.000 Menschen versorgt werden. Der Start sei für “Anfang dieser Woche” geplant, ein genauer Transporttermin stand zunächst nicht fest.

Bisher seien die Rotkreuz-Helfer noch nicht in das am stärksten umkämpfte Gebiet in Südossetien vorgedrungen. “Die Gefechte sind zu heftig, als dass wir die Menschen derzeit ausreichend unterstützen könnten”, sagte die Chefin der IKRK-Delegation in Georgien, Dominique Liengme. “Die humanitäre Situation ist sehr ernst, und wir fordern erneut sichere Flucht- und Versorgungswege für Hilfskräfte.”

In Nordossetien arbeite das Rote Kreuz mit russischen Behörden zusammen, hieß es weiter. Dort würden auch Flüchtlinge aus Südossetien betreut. Die Hilfsorganisation unterhält den Angaben zufolge derzeit Delegationen in der georgischen Hauptstadt Tiflis, im westgeorgischen Sugdidi (Zugdidi) sowie eine kleine Abordnung in der umkämpften Stadt Gori, aus der Tausende Menschen geflohen seien.

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