Schwimmendes Hotel verrottet im Hafen

Kim Jong-un vor dem sichtbar verrottenden Hotel Haegumgang
Kim Jong-un vor dem sichtbar verrottenden Hotel Haegumgang ©AP
Nordkorea-Diktator Kim Jong-un legt wohl keinen Wert auf Touristenattraktionen: Das Hotel Haegumgang - erstes schwimmendes Hotel der Welt - fristet seit Jahren ein trauriges Abwrack-Dasein.

Am Hafen der koreanischen Urlaubsregion Mount Kumgang liegt es im Wasser und rottet langsam vor sich hin: Das Hotel Haegumgang, erstes schwimmendes Hotel der Welt und ehemaliger Touristenmagnet. Die Umgebung ist bezeichnend: Mount Kumgang war einst eine Region, die für Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südkorea stand. Deren Beziehung ist jedoch ebenso abbruchreif wie das Haegumgang.

Mehrere Wechsel

Seine Reise begann das schwimmende Hotel Ende der 80er-Jahre in Australien, damals als "Barrier Reef Floating Resort". Nach nur einem Jahr voller Probleme (Zu hoher Wellengang, in der Nähe gefundene Bomben, Zyklone) ging es allerdings schon weiter nach Vietnam, wo es in "Saigon Floating Hotel" umbenannt wurde. Knapp zehn Jahre später wurde es dann wegen finanzieller Probleme nach Korea weiterverkauft, wo es zu einer beliebten Attraktion wurde - bis es 2010 geschlossen wurde. Im Mount Kumgang-Urlausbresort war eine südkoreanische Touristin von einem nordkoreanischen Soldaten erschossen wurden - das Ende von Mount Kumgang.

"Behelfszelt"

Seitdem lottert das Hotel Haegumgang traurig und ohne Zweck vor sich hin dabei ist es wirklich gut ausgestattet! Tennisplatz, Nachtclubs, Pool, Unterwasser-Panoramafenster, Fitnessraum, Sauna, mehrere Bars - alles da. Für Nordkorea-Chef Kim Jong-un ist das aber zu wenig: Er bezeichnete das Haegumgang als "Behelfszelt".

(VOL.AT)

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