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Schwiegermutter fesselte und quälte Schwiegertochter

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig. ©VOL.AT/Eckert
Feldkirch - Rachefeldzug von 63-jähriger Pensionistin hatte ein gerichtliches Nachspiel samt Verurteilung.

Schon lange ist die 43-jährige Schwiegertochter der Kroatin ein Dorn im Auge. Sie macht die Gattin ihres Sohnes dafür verantwortlich, dass dieser seit drei Jahren wegen Drogendelikten hinter Gittern sitzt. Weitere zwei Jahre sind noch zu verbüßen. Das Ehepaar hat einen gemeinsamen Sohn, wenn der Mann rauskommt, möchte die 43-Jährige die Scheidung. Doch die Schwiegermama wollte der hübschen Frau eines auswischen. Dafür machte die Pensionistin mit einer ehemaligen Arbeitskollegin gemeinsame Sache. Gemeinsam fesselten die beiden die 43-Jährige, hielten sie für mindestens eine Viertelstunde in Atem und verletzten sie dabei.

Blaue und Schürfwunden

„Die eine kniete auf mir und drückte mir ein Handtuch ins Gesicht, damit man meine Schreie nicht hört“, so das Opfer. Das Ganze spielte sich in der Wohnung der Rentnerin ab, wo die 43-Jährige eigentlich ihren Sohn abholen wollte. Die Schwiegermutter machte ein Foto von dem Opfer in seiner misslichen Lage. „Sie lachte und sagte, sie werde es ins Netz stellen“, so die Zeugin. Die beiden Angeklagten scheinen dem Gericht unglaubwürdig, als sie schildern, die hysterische Schwiegertochter habe sie völlig grundlos angegriffen. Richter Martin Mitteregger glaubt dem Opfer und verhängt wegen Freiheitsentziehung und Körperverletzung jeweils sechs Monate bedingte Haft über die beiden Damen. Zusätzlich muss die Schwiegermutter 1440 Euro Strafe zahlen. Die Gehilfin wegen ihres besseren Einkommens 2160 Euro. Das Opfer erhält 1000 Euro Teilschmerzengeld. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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