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Schwermetalle im Kaffee von EU-Beamten: Österreich "hilft aus"

Nachdem EU-Beamte wegen stark überhöhter Nickel- und Bleigehalte in ihrem Espresso derzeit auf besonders exklusive Kaffeemaschinen in ihren Büros verzichten müssen, springt das Kaffee-Land Österreich ein und stellt - wenn gewünscht - Automaten zur Verfügung.

“Wir sind bereit, die EU-Kommission in Brüssel kostenlos mit Automaten auszustatten und würden uns vor Ort um einen Partner kümmern, der das Service für die Geräte übernimmt. Den Kaffee dazu würden wir aus Österreich liefern”, sagte Gerald Steger, Geschäftsführer von cafe+co zur APA.

Die Beamten könnten ihren Kaffee dann zum üblichen Automatenpreis erwerben und müssten sich, um Zeit zu sparen, auch nicht lange in der Kantine darum anstellen. Ob die Politiker auf den Edel-Kaffee aus den Maschinen der Marke “Cimbali”, wo ein Gerät immerhin mehr als 6.000 Euro kostet, verzichten wollen, ist eine andere Frage.

Die cafe+co Gruppe beschäftigt in zwölf Ländern 1.150 Mitarbeiter. Im Jahr 2007 wurden über ihre Automaten 450 Millionen Kaffeeportionen per Knopfdruck serviert.

Nach einem Bericht der “International Herald Tribune” entfernte die EU-Kommission 20 Maschinen der Marke “Cimbali”, die erst im Jänner für ranghohe EU-Beamte aufgestellt wurden.

Die Affäre war demnach durch den Österreicher Alexander Just, der als Archivar für EU-Regionalkommissarin Danuta Hübner arbeitet, ins Rollen gekommen. Just habe auf eigene Faust Wasserproben von der Maschine in Österreich untersuchen lassen und im November die Infrastruktur- und Logistikabteilung der Kommission in einem Schreiben informiert.

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