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Schwere Vorwürfe gegen Lehrerin

Wolfurt - Mit dem Vorwurf der politischen Beeinflussung von Schülern ist eine Lehrerin an der Hauptschule Wolfurt konfrontiert. Als Hausaufgabe habe die Lehrerin den Schülern Wahl-Flyer der Liste Fritz Dinkhauser mitgegeben. Stellungnahme der Lehrerin

Weiters soll sie eine Belohnung versprochen haben, wenn diese auch ausgeteilt werden. So die Behauptungen einer betroffenen Mutter, die namentlich nicht genannt werden möchte.

Lehrerin verteidigt sich

Die Lehrerin, Rosemarie Devich, zeigte sich auf „VN“-Nachfrage empört ob den Vorwürfen. Sie kandidiere im Wahlkreis Nord zwar an dritter Stelle für die „Liste Fritz“. Die Schüler habe sie aber nicht beeinflusst. „Politik hat in der Schule nichts verloren“, verteidigt sie sich. Und trotzdem: Dass Schüler der Hauptschule Wolfurt für die Lehrerin Flyer verteilen, wolle sie nicht abstreiten. Jedoch habe sich die Situation anders zugetragen, als von der Mutter beschrieben. Laut Devich wird die Wahlwerbung von ihrer Tochter verteilt; Freundinnen der Schülerin – die ebenfalls die Hauptschule Wolfurt besuchen – würden helfen. „Im Einverständnis mit den betroffenen Eltern“, wie die Pädagogin betont. Auch habe sie die Schüler im Unterricht „zur Seite genommen“ und darüber gesprochen. „Als Zeichen-Lehrerin kann ich aber sowieso keine Hausaufgaben geben“, verteidigt sich Deviche. Darüber hinaus sei sie nur Aushilfe gewesen – benoten würde sie die Schüler ohnehin nicht. „Ich habe nichts gemacht, was ich nicht tun hätte dürfen“, betont die Lehrerin. Konsequenzen habe sie jedoch trotzdem gezogen und die betroffenen Schüler zurück gerufen.

Direktor mit Kritik

Klare Worte zum Vorgehen der Lehrerin fand indes Norbert Moosbrugger, Direktor der Hauptschule Wolfurt: „Das war eine Dummheit, die man einfach nicht machen darf.“ Auch wenn die Schule nichts damit zu tun habe, sei der zustande gekommene Imageschaden „nicht abzuschätzen“. Hat die Lehrerin mit Konsequenzen zu rechnen? „Ich bin nicht für dienstrechtliche Angelegenheiten zuständig“, erklärt Moosbrugger. Seine Vorgesetzten habe er jedoch bereits informiert. Am Montag sollen Gespräche mit Deviche, den betroffenen Eltern und den Vorgesetzten folgen.

Dass die Tochter von Deviche Flyer verteile, wusste Helmut Leite, Spitzenkandidat der Liste Fritz laut eigenen Angaben. Nicht jedoch von anderen Schülern. „Das muss sie natürlich sofort einstellen.“

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