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Schwere Unruhen in Kopenhagen

Die Ausschreitungen in Kopenhagen halten an. Rund hundert Randalierer besetzten in der Nacht zum Freitag eine leer stehende Schule des Problemviertels Nörrebro.

Das meldete der dänische Sender TV2 meldete. Sie bewarfen die Polizei mit Pflastersteinen, diese setzte Tränengas ein. Die Beamten sperrten die Gegend um das Gebäude weitläufig ab.

Die Auseinandersetzungen hatten am Donnerstagmorgen mit der Räumung eines von linksgerichteten Hausbesetzern bewohnten Jugendzentrums in Nörrebro begonnen. Eine Protestkundgebung mit mehr als tausend Teilnehmern mündete in stundenlange Straßenschlachten mit der Polizei. Die Beamten nahmen nach eigenen Angaben mehr als 160 Menschen fest, darunter auch 17 Ausländer aus Deutschland, Frankreich, England, Polen und Litauen. Das Viertel glich am Abend einem Schlachtfeld, wie ein Reporter berichtete. Mehrere Barrikaden standen in Flammen, die Straßen waren übersät mit Pflastersteinen, Flaschen und Mülltonnen. Auch aus dem angrenzenden Christianshavn wurden Unruhen gemeldet.

Das Jugendzentrum war seit rund 25 Jahren mit Duldung der Stadt Anlaufstelle der Underground-Szene. Dann wurde es von einer christlichen Sekte gekauft, die die Räumung des Gebäudes forderte.

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