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Schweizer wählten neues Parlament

Die Schweiz hat am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Rund 4,7 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, die 200 Abgeordneten für den Nationalrat sowie eine neue Vertretung für die 26 Kantone zu bestimmen. Nach letzten Umfragen kann die rechtskonservative und europa-kritische Schweizerische Volkspartei (SVP) mit einem weiteren Stimmenzuwachs rechnen und stärkste Fraktion werden.

Punkt 12.00 Uhr haben die Wahllokale geschlossen. Ab 13.00 Uhr sind erste Resultate zu erwarten. Die Hochrechnungen sollten im Verlauf des Nachmittags mit den Resultaten aus den einzelnen Kantonen hereinkommen. Bis zum späten Abend werden die Ergebnisse der Nationalratswahl in allen 26 Kantonen mit Ausnahme Berns erwartet. Wegen des komplizierten Wahlsystems wird das amtliche Endergebnis nicht vor Montag vorliegen.

Neben den 200 Mandaten des Nationalrats waren 40 der 46 Sitze im Ständerat neu zu vergeben. Umfragen zufolge wurden Gewinne für die liberal-konservative Schweizerische Volkspartei (SVP) erwartet, die vor vier Jahren die Sozialdemokraten gemessen an den Stimmanteilen als stärkste politische Kraft ablösen konnten.

Auf Aufwind können laut den Umfragen auch die Sozialdemokratische Partei (SP) und die Grünen hoffen, während die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) und die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) wie schon vor vier Jahren um den Besitzstand ringen müssen. In vielen Vorschauen und Kommentaren war von einer Richtungswahl die Rede.

Das neue Parlament wird am 10. Dezember die sieben Mitglieder der Regierung, des Bundesrats, wählen. Es wird erwartet, dass die SVP dann eine Änderung der seit 1959 bestehenden „Zauberformel“ zur Zusammensetzung der Regierung fordern und einen zweiten Sitz in der Regierung beanspruchen wird.

Die neue Zusammensetzung des Ständerats wird voraussichtlich erst Ende November feststehen, weil es in mehreren Kantonen zu zweiten Wahlgängen kommen dürfte. Bereits früher gewählt wurden sechs Vertreter in den Kantonen Graubünden, Zug, Appenzell-Innerrhoden und Obwalden.

Von Interesse ist ferner die Wahlbeteiligung. Sie hatte 1999 erstmals seit 16 Jahren wieder leicht zugelegt, blieb mit 43,3 Prozent aber klar unter der seit 1975 nicht mehr erreichten 50-Prozent-Marke.
Punkt 12.00 Uhr werden die Wahllokale schließen, erste Hochrechnungen werden erst gegen 19.00 Uhr erwartet. Ob sich die Zusammensetzung der Regierung ändern wird, bleibt vorerst offen. Der Bundesrat wird vom Parlament am 10. Dezember gewählt.

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