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Schweizer nicht erfreut: Montafoner verkaufen günstige Saisonkarten in St. Gallen

Der Vorarlberger Preis kann in der Schweiz als Kampfpreis gesehen werden.
Der Vorarlberger Preis kann in der Schweiz als Kampfpreis gesehen werden. ©VOL.AT
St. Gallen. In einem St. Galler Einkaufszentrum werden auch heuer wieder Saisonkarten für die Vorarlberger Skigebiete Montafon-Brandnertal verkauft. Dank Frankenstärke aus Schweizer Sicht zum echten Kampfpreis. Entsprechend wenig erfreut sind die Schweizer Skigebiete, machen aber gute Miene zum bösen Spiel.
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Die Schweizer Wintersportler sind nicht nur im eigenen Land begehrt, auch in Vorarlberg sind sie gern gesehene Gäste. Und so werden auch heuer wieder Saisonkarten für das Montafon-Brandnertal verkauft, ganz nach dem Motto: “Wir kommen unseren Schweizer Gästen entgegen und bringen ihnen die Saisonkarte vor die Haustüre.” Das berichten “20 Minuten” und SRF.

Vorarlberger Preise in der Schweiz ein Schnäppchen

Die 480 Franken, die für eine Erwachsenen-Saisonkarte verlangt werden, entsprechen nach aktuellem Kurs rund 442 Euro – in Vorarlberg kostet die Karte 444 Euro. Für Schweizer Skifahrer ist sie auf jeden Fall ein Schnäppchen. Ein Blick auf die Preislisten der drei größen Ostschweizer Skigebiete Flums, Pizol und Toggenburg zeigt nämlich, dass das Saisonabo dort knapp an der 800-Franken-Marke liegt, im Fall von Flums liegt es sogar deutlich darüber (845 CHF).

Dazu kommt, dass die Anfahrt aus dem Großraum St. Gallen in die Vorarlberger Skigebiete mit rund einer Autostunde nicht sonderlich länger ausfällt. Dass die Ostschweiz spätestens seit dem Frankenschock touristische “Kampfzone” ist, merken auch die Hoteliers. Immer mehr Schweizer entscheiden sich dazu, einzelne Wochenenden oder überhaupt die Winterferien in Österreich zu verbringen.

Schweizer Skigebiete lassen sich nicht auf Preiskampf ein

Die Verantwortlichen in den Schweizer Skigebieten sind natürlich nicht begeistert über die Billigkonkurrenz aus Vorarlberg, akzeptieren sie aber als legitim und lassen sich nicht auf einen Preiskampf ein. Stattdessen positionieren sich gerade kleinere Gebiete in der Nische für Familien, die größeren richten ihren Marketingfokus auf Zürich und Umgebung. Aktionen in Vorarlberg oder in Schweizer Kaufhäusern seien jedenfalls nicht geplant. (red)

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