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Schweizer als als Vorbild

Schwarzach - "Hätte es noch eines Beweises bedurft, wie flexibel die heutige ÖBB-Mannschaft arbeitet, wie spontan sie abseits starrer Regeln Probleme aus Kundensicht löst, so hat diesen spätestens die Gymnaestrada erbracht."

Das war eine gelungene Generalprobe für die Fußball-EM 2008. Jetzt gilt es, diese kundenbezogene ,Denke’ auf breiter Front im ÖBB-Alltag zu verankern, und unsere neuesten Geschäftszahlen beweisen, dass wir damit schon auf sehr gutem Weg sind.“

Das betonte, ÖBB-Holding-Chef und Generaldirektor Martin Huber. Wenn man aus den Abläufen dieser Woche, in der 500.000 Personen mit der Bahn und 1,2 Millionen in Bussen befördert wurden, überhaupt Kritisierbares „herausklötzeln“ wolle, dann allenfalls die noch optimierbare Abstimmung zwischen Zug und Bus: „Aber auch die ist in Vorarlberg, dem einzigen Bundesland, in dem nur ein Regionalmanager (Gerhard Mayer) für Bahn und Bus verantwortlich zeichnet, mit einer Benotung von 7 bis 8 Punkten schon sehr weit optimiert, im Österreich-Schnitt bringen wir’s auf 5 bis 6 Punkte“ (von 10 möglichen), zeigte Huber den Vorteil der Funktionsbündelung auf.

Die ÖBB zählen heute im Ländle 22.000 bis 23.000 tägliche Kunden. Vor Einführung der „Talent“-Garnituren Ende 2005 waren’s noch 15 Prozent weniger. „Und es ist abermals ein zweistelliger Zuwachs möglich, wenn wir den während der Gymnaestrada praktizierten 15-Minuten-Takt als nächstes in der Morgenspitze umsetzen. Untertags sind wir schon nahe 30 Minuten, in näherer Zukunft wollen wir auch am Wochenende auf dieses Intervall“, legten sich Huber und Mayer einigermaßen fest. „Kundenbindend“ sollte auch der mit 80 Mill. Euro veranschlagte und in der „Rahmenplanperiode“ bis 2013 vorgesehene Neubau der Bahnhöfe Lauterach, Götzis, Hohenems und Rankweil wirken, nachdem auch die zuletzt (für total 130 Mill. Euro) erfolgten Neu-/Umbauten von Dornbirn etc. der Bahn neues Klientel zuführten.

Die vom Rechnungshof ob der bis 2012 auf über 16 Mrd. Euro ansteigenden ÖBB-Schulden geäußerten Sorgen nimmt ÖBB-General Huber „einigermaßen gelassen“ zur Kenntnis. So lang Österreich einen derart gigantischen Ausbau der Schiene brauche (20 Mrd. Euro bis 2020), und so lang mit Österreich das viertreichste Land der EU für diese Verbindlichkeiten hafte, bleibe das Unternehmen ÖBB selbst mit diesen Belastungen „gewiss auf Schiene“. Zur zuletzt häufiger thematisierten Börse-Ambition der ÖBB präzisierte Huber, dass „mein Job ist, sie börsefähig zu machen“, und dabei fungiere die Schweizer Bundesbahn als Benchmark. „Ihre Zuverlässigkeit, ihr Taktplan, auch die Zahl der General-Abonnenten sind uns Vorbild. Da sind wir zugegebenermaßen rund fünf Jahre im Hintertreffen“, räumte der ÖBB-Chef ein.

Ganz und gar nicht im Hintertreffen, sondern bei der europäischen Elite sind die ÖBB mit ihrem Hochleistungskonzept, in dessen Rahmen sie ab Ende 2008 23 „Railjet“-Garnituren in Verkehr bringen wird. Die damit zu allererst bediente Strecke Wien – Bregenz wird man dann ab 2012 in weniger als sechs Stunden zurücklegen. Mit „Railjet“ blasen die ÖBB, z. B. auf der Strecke Wien – Innsbruck, auch zum Großangriff auf die AUA, nachdem in Europa schon eine Reihe von Flugkurzstrecken z. B. wegen der ICE-Konkurrenz „zusperren“ mussten. Vom Güteraufkommen her sogar europaweite Nummer 4 ist schon heute die Rail Cargo Austria (RCA), die mit 100 Töchtern 75 Prozent ihres Umsatzes (2006: 2,3 Mrd. Euro) im Ausland schreibt und bis 2010 größter Player in Süd- und Osteuropa sein möchte.

Mit einer Pünktlichkeitsrate von 84 Prozent im Fern- und gut 95 Prozent im Nahverkehr hat die ÖBB Huber zufolge „auch kein Verspätungsproblem“. Bei 1,2 Millionen beförderten Kunden im Tag hatte sie 2006 grade mal 32.000 Euro an Entschädigungszahlungen zu leisten.

ÖBB 2006

Umsatzerlöse: 4,539 Mrd. Euro (+ 8 %) EBIT: 314,3 Mill. Euro (+ 39 %)
Mitarbeiter Konzern: 42.951 ( – 7 %)
Beförderte Fahrgäste: 443 Mill. (+ 2 %)
Tonnenkilometer: 18,87 Mill. (+ 5 %)
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