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Schweiz-Wahlen: SVP konnte fast überall zulegen

Bei den Schweizer Parlamentswahlen konnte die rechtskonservative SVP fast überall zulegen. Im französischsprachigen Westen, der Romandie, wächst sie in bisher schwachen Gebieten deutlich; sogar im Kanton Waadt (Vaud) ist sie jetzt erstmals stärkste Partei.

CVP, FDP und insbesondere SP müssen in ehemaligen Hochburgen Rückschläge hinnehmen.

Wie aus dem Wahlatlas des Bundesamtes für Statistik hervorgeht, hat die SVP mit 109.000 neuen Wählern ihr Wahlziel übertroffen. Die CVP gewann 35.000 neue Wähler, die Grünen 57.000. Diese Zugewinne liegen teils an der höheren Wahlbeteiligung, teils gehen sie zulasten der SP. Diese verlor 41.500 Wähler. Die FDP verlor 5600.

In der Westschweiz war der Jura der letzte Kanton, in dem die SVP noch schwach war, nun konnte sie von 8,3 auf 13,7 Prozent Wähleranteil zulegen. Im Wallis wuchs sie um 3,2 auf 16,6 Prozent. Die SVP-Hochburgen bleiben in der Deutschschweiz. Hier konnte sie ihre großen Zugewinne verbuchen.

Schmerzlich für die FDP sind vor allem die Verluste in den früheren Hochburgen Zürich, Waadt und Luzern. In der Waadt verlor sie seit 1999 mehr als zehn Prozent. Die CVP verbuchte leichte Gewinne in Neuenburg, Bern und Zürich.

Herb sind die Verluste der Sozialdemokraten in Genf (-11,6), im Tessin (-8,0) und in Bern (- 6,8). Im Kanton Zürich brachen sie um 5,9 Prozent ein. Profitieren konnten meist die Grünen: Sie legten in Genf um 5,1 Prozent, in Bern um 3,6 und der Waadt um 2,8 Prozent zu. In Zürich wuchsen sie nur um 1,6 Prozent.

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