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Schweiz: Stromausfall legte Bahnverkehr lahm

Hunderttausende Menschen sind am Mittwoch wegen des größten Stromausfalls in der Geschichte der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in der abendlichen Stoßzeit gestrandet.

Die Ursache des Blackouts war zunächst nicht bekannt. Nach über zweistündigem Stillstand fuhren die ersten Züge um 20.00 Uhr wieder an.

Von der Strompanne waren nach Auskunft von ÖBB-Sprecher Gary Pippan (rpt. Pippan) nur zwei Österreich-Verbindungen betroffen. Es handelte sich um den Eurocity EC 197 aus der Schweiz nach Bregenz sowie um den EC 165 nach Salzburg. Mitten im abendlichen Pendlerverkehr kamen die Züge auf dem SBB-Netz zuerst ins Stocken, bis die Stromversorgung um 17.45 Uhr auf dem gesamten Netz der Schweizer Bahnen ganz zusammenbrach und zur größten Netzunterbrechung in der Schweizer Bahngeschichte führte. Laut SBB-Infrastrukturchef und Geschäftsleitungsmitglied Hansjörg Hess begann die Störung am späten Nachmittag im Tessin, und zwar im gesamten Hochspannungsnetz.

Hunderttausende von Reisenden waren vom Blackout betroffen. Züge, die unterwegs waren, fuhren – sofern es die noch vorhandene Spannung zuließ – in den jeweils nächsten Bahnhof oder wurden mit Hilfe von Diesellokomotiven evakuiert, wie SBB-Sprecher Roland Binz sagte. Über größere gesundheitliche Probleme von in den überhitzten Zügen festsitzenden Fahrgästen war den SBB am Abend mit Ausnahme eines Falles nichts bekannt.

Überall verkehrten Ersatzbusse, so etwa vom Zürcher Hauptbahnhof zum Flughafen Zürich-Kloten oder zwischen Brig und Zermatt, wo auch Taxis im Einsatz waren. Laut SBB-Sprecher Christian Kräuchi konnten aber für die Hunderttausenden von Gestrandeten bei weitem nicht genügend Busse organisiert werden.

Zur Ursache hatten die SBB auch am späten Abend keine Angaben. Die Fachleute rätselten, sagte Hess, der selber im Zug vom Blackout überrascht wurde. Priorität habe bei der Kundenbetreuung gelegen. Zuerst seien die in Tunnels stecken gebliebenen Züge mit Dieselloks ins Freie gezogen worden. Er betonte, dass zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsproblem bestanden habe.

Um 20.00 Uhr rollte der Betrieb langsam wieder an, zuerst im Raum Zürich und dann in der Ostschweiz, später auch in der Region Bern. In der Westschweiz und im Wallis bestanden um 21.00 Uhr nach wie vor Probleme wegen Überlastung des Stromnetzes, wie Hess weiter sagte. Erst um 21.30 Uhr stand das Bahnnetz schweizweit wieder voll unter Strom. Die Züge verkehrten aber weiterhin mit Verspätung.

Erstes Ziel der SBB sei es, alle Reisenden noch am Mittwochabend wieder nach Hause zu bringen, sagte Hess. Er appellierte aber, wer nicht unbedingt den Zug benützen müsse, solle zu Hause bleiben. Er rechnete auch mit gewissen Einschränkungen am Donnerstag. Man sei aber zuversichtlich, dass der Verkehr am Morgen fahrplanmäßig anrollen werde. Verzögerungen dürfte es auch beim Lebensmitteltransport und bei der Postzustellung geben.

Schweizer Bahnverkehr rollt fast wieder planmäßig

Nach dem landesweiten Blackout am Vorabend ist der Zugverkehr der SBB am Donnerstag in der Früh wieder fast planmäßig angerollt. „Der Verkehr ist gut angelaufen“, sagte SBB-Sprecher Christian Kräuchi um 06.00 Uhr im Schweizer Radio DRS. Allerdings gebe es zwei Störungen, nämlich eine Weichenstörung in Arth-Goldau sowie eine Fahrleitungsstörung zwischen Ziegelbrücke und Uznach.

Die Personenzüge seien bis 03.45 Uhr in ihre Ausgangsposition gebracht worden, erklärte Kräuchi. Man hoffe, den Personenverkehr fahrplanmäßig abwickeln zu können. Allerdings könne es nach dem großen Durcheinander am Mittwoch zu Umstellungen bei den Zugkompositionen kommen. Möglich sei auch, dass einzelne Züge ohne klimatisierte Wagen verkehrten, weil man auf Reservematerial habe zurückgreifen müssen.

Über die Ursache der größten Panne in der Schweizer Bahngeschichte lagen auch am Donnerstag keine Informationen vor. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, sagte der SBB-Sprecher.

Experten fordern einheitliche Bahn-Sicherheitssysteme

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