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Schweiz gibt im Fluglärm-Streit nach

Im Streit um Schweizer Fluglärm über Teilen Baden-Württembergs wird die deutsche Seite entlastet. Der Flughafen Zürich verlagert einen Großteil des Luftverkehrs von Deutschland in die Schweiz.

Ein Sprecher der Schweizer Flugsicherung Skyguide sagte am Mittwoch in Zürich weiter, über der Schweiz seien zusätzliche Warteräume und Flugrouten geschaffen worden. Dadurch werde der Flugverkehr über Südwestdeutschland verringert. Das neue Konzept trete an diesem Donnerstag (14. April) in Kraft.

Durch die Einführung des Konzeptes könne es im internationalen Flugverkehr zu Verspätungen kommen, hieß es. Skyguide habe zusätzliches Personal eingestellt, um die Verzögerungen gering zu halten. Spätestens im Mai werde der Flugverkehr wieder reibungslos funktionieren.

Um den An- und Abflugverkehr des Flughafens Zürich gibt es seit mehreren Jahren Streit zwischen Deutschland und der Schweiz. Am stärksten betroffen vom Fluglärm sind die deutschen Landkreise Waldshut, Konstanz sowie der Schwarzwald-Baar-Kreis.

Deutschland hatte 2003 eine einseitige Verordnung erlassen, die Schweizer Überflüge über deutschem Gebiet in den Morgen- und Abendstunden einschränken. Der deutsch-schweizerische Staatsvertrag zum Fluglärm war im Jahr zuvor von den Eidgenossen nach drei Jahren Verhandlung und 14 Verhandlungsrunden abgelehnt worden.

Die Planungen für ein neues Betriebskonzept für den Flughafen Zürich laufen unterdessen weiter. Das Betriebskonzept, das von deutscher Seite kritisiert wird, soll Ende 2007 durch den Schweizer Bundesrat verabschiedet werden.

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