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Schweingrippe in Kaserne, Entwarnung für Berufsschule

Die Schweinegrippe zieht immer weitere Kreise. Dieser Tage erkrankte ein Berufsschüler aus Mellau. Die Befürchtung, er könnte sich zum fraglichen Zeitpunkt in der Schule aufgehalten haben, erwies sich letztlich als unbegründet.

„Der junge Mann hatte keinen Kontakt zur Schule“, bestätigte Landesstatthalter Markus Wallner auf „VN“-Anfrage. Er sei zu Hause erkrankt, inzwischen aber wieder auf dem Weg der Besserung.

Zwanzig neue Fälle

Ungeachtet dessen breitet sich das H1N1-Virus „nicht gerade sprunghaft“ aber kontinuierlich aus. Allein in dieser Woche gab es etwa zwanzig neue Fälle. Betroffen waren unter anderem auch acht Rek­ruten der Walgaukaserne, die sich laut Wallner im Rahmen einer gemeinsam Übung mit Tiroler Soldaten die Schweinegrippe eingefangen haben dürften. Die Behandlung erfolgte auf der Krankenstation der Kaserne. Seit April wurden damit offiziell bereits 71 Erkrankungen registriert. Wobei Wallner schon von einer Dunkelziffer spricht. „So, wie sich die Schweinegrippe verbreitet, wird die Zahl der Fälle wohl bald nicht mehr zu überblicken sein“, glaubt er. Umso wichtiger sei das Impfangebot. Waren es zu Beginn ausschließlich junge Urlaubsreisende, die sich mit dem H1N1-Virus ansteckten, kommt es nun auch innerhalb des Landes vermehrt zu Infektionen. So mussten unter anderem, wie berichtet, bereits drei Schwangere behandelt werden. Bei einer der Frauen war sogar ein Spitalsaufenthalt notwendig. Für den Fall einer Infektion an einer Schule gibt es ebenfalls entsprechende Notfallpläne. Erkranken in einer Klasse mehr als 50 Prozent der Schüler, wird die Klasse geschlossen. Trifft es die Hälfte der Klassen, schließt die gesamte Schule.

Anmeldungen steigen

Die Impfwilligkeit nimmt inzwischen zwar zu, hält sich jedoch nach wie vor in überschaubaren Grenzen. An den Spitälern wurden laut Markus Wallner bis dato etwa 300 Personen geimpft. Hier sei eine deutliche Zunahme spürbar. Aber auch die Ärzte im niedergelassenen Bereich würden verstärkt Anmeldungen zur Impfung verzeichnen. Bekanntlich muss die Impfung per Terminvergaben erfolgen, weil das Serum nur in Zehnerpackungen zur Verfügung steht und einmal angebrochen keine lange Haltbarkeit hat. In einer ersten Tranche erhielt Vorarlberg 16.000 Dosen geliefert. Pro Woche kommen weitere 8000 dazu. „Die Lieferung funktioniert entgegen der vorherigen Skepsis gut, wir beziehen aber nur, was nötig ist“, versichert Wallner. Für die Impfung selbst sind zwei Teilimmunisierungen im Abstand von drei Wochen erforderlich. Das in Vorarlberg bereits im September aufgebaute Impfnetz hat sich nach Einschätzung von Markus Wallner bereits bewährt. Während in den anderen Bundesländern die Impfungen über Magistrate und Bezirkshauptmannschaften abgewickelt werden, sind hierzulande Betriebsärzte und niedergelassene Allgemeinmediziner eingebunden. Auf diese Weise sei eine wohnortnahe Möglichkeit der Impfung geschaffen worden.

Impfung ab Montag

Nach einer ersten Runde, in der vorrangig Mitarbeiter aus Gesundheitsberufen zur Impfung eingeladen waren, kann sich ab Montag jeder, der möchte, impfen lassen. Die Liste der für die nächsten Wochen eingeteilten Ärzte ist unter www.vgkk.at abrufbar.

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