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Schweinegrippe: Zahl der Opfer in Mexiko steigt weiter

Die Opferzahl der in Mexiko grassierenden gefährlichen Schweinegrippe steigt. Bisher sind 81 Menschen gestorben, 20 davon waren nachweislich von dem mutierten Schweinevirus infiziert.

Mexikos Präsident Felipe Calderon erteilte dem Gesundheitsministerium seines Landes am Samstag weitgehende Vollmachten, um eine Ausbreitung der Grippewelle zu verhindern. Die US- Gesundheitsbehörde CDC schickte Experten nach Mexiko. Weltgesundheitsorganisation (WHO) trifft aber zunächst keine weiteren Maßnahmen. Das teilte die Organisation am Samstagabend in Genf mit.

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan hatte zuvor erklärt, die Infektion habe das “Potenzial einer Pandemie”, also einer weltweiten Ausbreitung. Bei Gefahr für die Weltbevölkerung kann die WHO Reise- sowie Handelsbeschränkungen empfehlen, die von den Nationalstaaten umgesetzt werden müssen. Das ist bisher ausgeblieben.

In Mexikos Hauptstadtregion sind mittlerweile seit Freitag alle Schulen, Kindergärten und Universitäten geschlossen. Mehr Menschen als sonst wegen der Luftverschmutzung tragen einen Mundschutz. Großveranstaltungen wurden abgesagt. Die Maßnahmen sollen mindestens noch für die ganze kommende Woche gelten. Präsident Calderon erließ ein Dekret, durch das die Gesundheitsbehörden das Recht bekommen, Kranke zu isolieren, Reisende zu untersuchen und Häuser zu betreten, um die Epidemie bekämpfen zu können. Bereits am Samstag waren auf den Flughäfen und Busbahnhöfen des nordamerikanischen Landes medizinische Teams unterwegs, um Grippekranke aufzuspüren.

In den USA wurden unterdessen weitere Fälle bekannt. Bis zum Samstagabend gab es laut Medienberichten zehn bestätigte Fälle, sechs in Kalifornien, zwei in Texas und zwei weitere in Kansas. Zudem galt es als möglich, dass auch an einer Schule in New York möglicherweise gleich Dutzende Schüler erkrankt sind. Die New Yorker Gesundheitsbehörden schlossen nicht aus, dass sich Schüler eines Gymnasiums mit dem Virus der Schweinegrippe infiziert haben. Acht von neun Proben hätten gezeigt, dass es sich “vielleicht” um das Virus handeln könne, sagte Gesundheitskommissar Thomas Frieden am Samstag bei einer Pressekonferenz. Die Proben müssten aber erst weiter untersucht werden.

Ein aus Mexiko kommender Flugbegleiter der Fluggesellschaft British Airways ist am Samstag mit grippeähnlichen Symptomen in ein Krankenhaus in London gekommen. Ein Krankenhaussprecher sagte nach britischen Medienberichten, der Mann spreche gut auf die Behandlung an. Als Vorsichtmaßnahme sei der Mann, dessen Identität nicht preisgegeben wurde, auf Atemwegs- und andere Erkrankungen getestet worden. Ein Ergebnis wurde nicht genannt.

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