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Schweinegrippe: Ärzte bauen Impfnetz auf

Bregenz - Seit Montag lagert die erste Lieferung des Impfstoffs "Celvapan" in Dornbirn, der ab 27. Oktober stufenweise gegen die sogenannte Schweinegrippe ausgegeben wird. Landesstatthalter Markus Wallner informierte gestern im Regierungsfoyer über Kosten und Einsatz der Impfung.

Den bisherigen Verlauf der Schweinegrippe in Vorarlberg bezeichnete Wallner als “sehr milde”. Seit Juli 2009 verzeichne das Land 16 Erkrankungen, die letzte davon am 10. Oktober 2009. Umgebungsprophylaxe und Isolierung hätten eine weitere Verbreitung des H1N1-Virus bis dato erfolgreich verhindert.

Da die Weltgesundheitsorganisation WHO zuletzt im Sommer die höchste Grippe-Warnstufe 6 ausgerufen habe – der Grippevirus “bedroht die ganze Menschheit” –, laufe nun auch in Österreich der Pandemieplan ab. Die EU-Kommission hat den Impfstoff der Firma Baxter namens “Celvapan” am 7. Oktober 2009 genehmigt. Die Republik habe sich eine ausreichende Menge des Vakzins gesichert. Die erste Liegerung von 16.000 Dosen liegt seit Montag bei der Firma “Herba” in Dornbirn. Das reicht vorab für 8000 Menschen, da zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen nötig sind. “Wir beziehen ab nun wöchentlich 8000 weitere Dosen”, bestätigte Wallner.

Die Impfung der Vorarlberger erfolgt freiwillig und stufenweise.

1. Stufe: Ab 27. Oktober erfolgt die Impfung der Beschäftigten in den Gesundheitsbereichen. “Wir gehen von etwa 7700 Personen aus.” Die Bediensteten der Spitäler erhalten den Impfstoff bei ihrem jeweiligen Betriebsarzt. Personen aus anderen Gesundheitsbereichen werden von einem der insgesamt 27 Sprengelärzte versorgt. “Vorarlberger Gebietskrankenkassa (VGKK) und Ärztekammer bauen ein Impfnetz auf.”

2. Stufe: Ab voraussichtlich 9. November können chronisch kranke Personen den Impfstoff bei einem der Sprengelärzte erhalten, die noch von der Ärztekammer namhaft gemacht werden. Betroffen von der Schweinegrippe waren bislang “vor allem Menschen zwischen 20 und 50 Jahren, die ohnedies mit Grundkrankheiten wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu kämpfen haben”, so Sanitätsdirektor Elmar Bechter.

Die Kosten der Impfung von 6,50 pro Ampulle trägt die Sozialversicherung. Der jeweils Betroffene muss lediglich die Rezeptgebühr von 4,80 Euro entrichten.

Wie dringend empfiehlt Gesundheitsreferent Wallner die Impfung? “Nicht sehr intensiv” angesichts der bisherigen Ausbreitung und milden Krankheitsverläufe. “Aber das kann sich jederzeit ändern.”

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