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Schweden: Bombendrohung in AKW

Das Atomkraftwerk Forsmark an der schwedischen Ostseeküste ist am Mittwoch Gegenstand einer Bombendrohung gewesen. Gegen Abend zeichnete sich ein Ende des Einsatzes ab.

„Die Situation ist ruhig“, sagte Polizeisprecher Christer Nordström gegenüber der APA. „Wir rechnen damit, die Straßensperren recht bald aufheben zu können.“

Die Polizei hatte davor das Gelände des AKW weiträumig abgesperrt und einen Teil des nicht für den Betrieb des Kraftwerks notwendigen Personals evakuiert. Auf der Suche nach einer möglichen Bombe wurden Sprengstoffhunde eingesetzt. Nähere Angaben über Art und Gegenstand der Bombendrohung wollte die Polizei nicht mitteilen.

Die Kraftwerksleitung wollte die Vorgänge vorerst ebenfalls nicht näher kommentieren. Es hieß lediglich, die Produktion elektrischen Stroms sei nicht beeinträchtigt. Laut der Homepage des Kraftwerks waren zwei der drei Reaktoren den ganzen Tag über im Vollbetrieb, lediglich der wegen mehrerer Beanstandungen zuletzt abgestellte Block eins befand sich noch in der Hochfahr-Phase.

Das an der Westküste Schwedens befindliche Atomkraftwerk Ringhals hatte nach dem Bekanntwerden der Bombendrohung gegen Forsmark ebenfalls die Alarm-Bereitschaft erhöht. Seitens der Betreiber hieß es, es läge keine direkte Drohung gegen Ringhals vor. Ringhals verfügt über vier, Forsmark über drei Reaktorblöcke. Beide gehören zum staatlichen Energiekonzern Vattenfall.

Die drei schwedischen Atomkraftwerke und ihre insgesamt zehn Reaktoren werden künftig Gegenstand einer Inspektion durch die internationale Atombehörde IAEO sein. Die IAEO war erst kürzlich nach mehreren Pannen seit dem als ernst eingestuften Zwischenfall im AKW Forsmark 1 am 25. Juli 2006 um Beurteilung der Betriebssicherheit der schwedischen AKWs ersucht worden.

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