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Schweben

Ulrich Gabriel
Ulrich Gabriel

In Zeiten diskutierter Weltuntergänge ist die Verbindung ins All überlebenswichtig. Wenn die Klimawahrsager Recht behalten, wird bald ein neuer Planet gefunden werden müssen. Die Raumsonde VOYAGER II beobachtet aus 17,2 Milliarden km Entfernung den blauen Planeten und meldet neuerdings seltsames Tun auf der Erde:

„Klimasünden geißelnd und CO2 Ablässe handelnd weissagt eine terranische Weltuntergangssekte die klimatische Selbstverbrennung. Weltweit sorgen sich Eltern im SUV fahrend & E-Bike strampelnd um die Zukunft ihrer Handykinder. Ihr Vorbild KK (Kindi-Klimatologin) Greta segelt mit Papa und Plüschhas über den Atlantik und sorgt für glänzenden Umsatz gleichgeschalteter Medien. Die 90.000 Schiffe der Weltflotte schwefeln täglich hinten nach. Wirtschaftsmultis und Konzerne ziehen grinsend die Fäden und scheffeln weiterhin ungestört Milliarden. Die gelähmte Politik macht für sie den Klimanotstands-Kikeriki. Die Mieten steigen schneller als Temperatur und Meeresspiegel. KlimaschützerInnen schreien sich gegenseitig Not ins Gesicht und geben dem CO2 statt sich selbst die Schuld. Die Bürotäter des Weltklimarates verlassen sich auf Computersimulationen, geologische Feldforschung gerät zum Indianerspiel. Flüchtlinge, Welthunger, Natur- und Umweltschutz werden ins Out befördert. Wer zweifelt, macht sich verdächtig: Irratio fesselt Ratio.“
Dieser Bericht aus dem All erinnert an Dantes Göttliche Komödie: Inferno III, 9 – Das Höllentor: „Lasst alle Hoffnung fahren!“

Wir (der Baron, Eisbär, der Kater & ich) folgen dem nicht. Wir schließen uns dem liederlichen Kleeblatt aus Lumpazivagabundus an und singen das Altwiener Theatercouplet: “Da wird einem halt Angst und bang: die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang, lang, lang …“ Nestroys Galgenhumor (1833) nährt unsern Widerstand. Schon 1954 sang der Volk den Schlagerhit: „Mir leaband numma so lang, mir leaband numma so lang, am 30. Mai ischt do Wealtuntergang!“ Doch Vorsicht ist angebracht: Weltuntergängler verstehen, wie alle Moralisten, keinen Spaß. „O Greul! O Greul! O ganz Abscheul!“ antworten Morgensterns Galgenbrüder.

Angesichts solch mieser Aussichten und verderblicher Voyagerberichte finden wir uns am Zanzenberg zu einer Krisensitzung zusammen. Gemeinsam entwickeln wir innerhalb kürzester Zeit den neuen Klima-Workshop „SCHWEBEN“. Schweben Sie mit uns in die Zukunft. Schweben macht glücklich und bewahrt Sie vor dem ökologischen Fußabdruck!

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