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Schwarzgrün Breislied

Ulrich Gabriel
Ulrich Gabriel

Denk ich an Schwarzgrün in der Nacht,
bin ich um den Schlaf gebracht.
Ich sinnier: Was wird das werden?
Leben auf Schwarzgrüner Erden?

Wie lässt es sich in Zukunft wohnen
in geplanten SCHWARZGRÜNZONEN?
Das Wichtigste bleibt ganz allein,
s’Ländlä, das muss sauber sein.
Alle bio, alle gsund,
Tiefkühltruhe, SUV, Haus, Hund.
Hundert werden, viel vererben.
Blöd halt dieses Gasthaussterben.
Dem Volk das Vergnügen nehmen,
Dafür solltet ihr euch schämen!

Schwarzgrün wirkt inzwischen fade
wie verdünnte Marmelade.
Sonst noch was? Ach ja Kultur
Passt nicht zur schwarz grünen Tour.
Seit Jahren schaut schwarzgrün in Ruh
dem Verfall des Studios zu.
Beim ORF wird weggeschaut,
wenn er die Kultur versaut.
Man kriegt dafür günstige Ware:
ganz lieb, süße Kommentare.
Die Medien tun jetzt viel zusammen.
„Kusch, KünstlerInnen!“ Amen.
Bei allem Kulturkritizismus,
„Kunst heißt hier Tourismus!“
Fürs Großtun lässt man sich nicht lumpen,
tut in große Häuser pumpen.
Und, bitte Volk, dein Linoleum
kommt eh ins ABC-Museum.
Dafür gibts einen Landesrat
mit einem Montagsreferat.
Ja, man spürts längst überall,
es gibt einen Kulturzerfall.
Die Zukunft kommt als dürrer Strauch
hierzuland mit Wall und Rauch!

Schwarzgrün hofft beim Klimawandel
Auf die Wirtschaft und den Handel.
Zwar gibt’s da und dort halt Brüche
Doch man verschweigt die Widersprüche.

Doch halt!
Ein Schlager steht noch vor der Tür:
Er nennt sich Strategiepapier:
ein vielgepries‘ner Wörtertrog
namens STRATEGIEDIAOLOG.
Hör ich solche Wörterkeulen,
muss ich Rotz und Wasser heulen.
Langsam wird es immer schlimmer,
von Ideen nicht ein Schimmer.

Mich erfasst in jeder Zeile
Die schwarzgrüne Langeweile:
Gilt es Klarheit zu vermeiden,
lässt man ein „Papier“ entscheiden.
So geht Schwarzgrün Hand in Hand
weitre fünf Jahr durchs Selbstlobland.
Seh‘ ich dabei die beiden Bravi,
scheint es, als suchten sie ein Navi.

Oh, wie sie eifrig Wörter schmieden,
um Red Bull ins Bett zu kriegen.
Ein flotter Dreier wär gefragt,
geht’s nicht gleich, wird er vertagt,
Will keiner von den dreien hier,
kommt das Strategiepapier.
Wird’s nicht besser sondern ärger,
holt Hannes den „Freund“ Würtemberger,
der machet au sei Schwätzle rei,
und dann müsst‘s geregelt sei.

Zu dem ganzen Schwarzgrün Karren,
kommt auch noch der Klimaschmarren.
Selbstschuld, denn eins eurer faulen Eier
war die Klimanotstandsleier.
Eure Klimaschützerssekte
treibt euch jetzt in die Kollekte.
„Her mit Co2 Besteuerung!
Her mit Sonnenstromerneuerung!
Nach dem Antiraucherkampf
folgt Elektrofahrzeugkrampf!“
ÖKOKONTO? Was für ein Sager
ein ausgelutschter Weichei-Schlager.
Die schwarzgrüne Bundesachs
ruft bereits nach Ländlewachs.
Entschuldigt, ihr müsst schon verstehn,
ich seh bei euch kein Licht aufgehn!

Es strahlt herauf die neue Zeit
mit Schwarzgrüner Biederkeit!

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