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Schwarzenegger: Streit um Homo-Ehen

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will Homo-Ehen nicht durch eine Änderung in der Verfassung verbieten lassen.

Diesen Standpunkt vertrat der Republikaner am Montagabend bei einem Auftritt in der Talk-Show „The Tonight Show with Jay Leno“. Damit setzte sich Schwarzenegger deutlich von dem Kurs der Bush-Regierung ab.

US-Präsident George W. Bush hatte in den vergangenen Wochen mehrmals eine Änderung in der Verfassung zum Schutz der traditionellen Ehe von Mann und Frau gefordert. Schwarzenegger zufolge soll das Eherecht durch die Gesetze in den jeweiligen Bundesstaaten geregelt werden. Er habe „kein Problem“ mit Homo-Ehen, falls die Wähler dafür stimmen würden, fügte der Gouverneur hinzu.

Er kritisierte aber den Alleingang des Bürgermeisters in San Francisco, der am 12. Februar grünes Licht für gleichgeschlechtliche Ehen gab und damit die bestehenden Gesetze in Kalifornien verletzte. Bei einem Volksentscheid im Jahr 2000 hatte die Mehrheit der kalifornischen Wähler für eine Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau gestimmt. In der Westküstenstadt ließen sich in den vergangenen Wochen über 3400 lesbische und schwule Paare trauen.

Am Freitag war der kalifornische Justizminister im Auftrag von Schwarzenegger gegen die umstrittenen Homo-Ehen vor den Obersten Gerichtshof des Westküstenstaates gezogen. Bill Lockyer hatte ein sofortiges Verbot der Trauungen und die Annullierung bereits geschlossener Ehen beantragt. Die Richter lehnten das zunächst ab und setzten einen späteren Termin fest. Die Kläger und die Stadt werden am 5. März wieder vor Gericht erwartet.

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