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Schwarzenegger soll US-Minister werden

Zwischen Chicago und Sacramento ist in den letzten Tagen etliche Male telefoniert worden. An einem Ende waren abwechselnd der neugewählte US-Präsident Obama und enge Mitarbeiter. Am anderen Ende der Leitung Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger und dessen Berater.

Während über den Inhalt der Gespräche Stillschweigen herrscht, berichteten der US-Nachrichtensender CNN und mehrere Zeitungen: „Obama will Schwarzenegger als Energieminister holen.” Nach der Wahl hatte Obama verkündet, „mehrere Republikaner” als Minister zu verpflichten. Bislang hat er nur einen geholt, den amtierenden Verteidigungsminister Gates. Alle übrigen Ministerposten vergab er an demokratische Parteifreunde.

Favorit

Zu besetzen sind jetzt noch sechs große Ministerien: Die für Energie, Arbeit, Innen, Verkehr und Erziehung. „Wer sich mit Energieversorgung beschäftigt, kommt an Schwarzenegger nicht vorbei”, hatten Obama-Vertraute gemeint. Denn „Arnold” habe in Kalifornien die schärfsten und wirksamsten Umweltgesetze des Landes durchgesetzt. Auch bei der Förderung erneuerbarer Energien sei Kalifornien vorbildlich. Will der 61-jährige Ex-Hollywood-Superstar diesen Job? „Ich werde bis ans Ende meiner Tage ein Kämpfer für eine bessere Umwelt sein”, erklärte er. „Ich werde helfen, wo ich gebraucht werde. Dabei werde ich mich für unsere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, für erneuerbare Energien, für Solar- und Windenergie, und all diese Sachen einsetzen.” Nach Ablehnung eines Angebots hört sich das nicht gerade an. Einen Fehler will Schwarzen­egger, der sich um dem Gouverneursposten bewarb ohne seine Frau zu fragen, aber nicht wieder machen: „Bevor ich den nächsten Posten annehme”, gelobte er, „werde ich zu meiner Frau sagen: Maria, du kannst bestimmen, was ich machen soll”. Was die ihm raten würde, ist wohl kein großes Geheimnis: Maria Shriver trommelte im Wahlkampf für Obama. In zwei Jahren ist Schwarzeneggers Gouverneurszeit zu Ende. Ins Filmgeschäft will er nicht zurück. Da bliebe dann der Ministerposten bei Obama, wenn er denn kommt.

 

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