Schwarzenegger gegen Homo-Ehe

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat wie angekündigt sein Veto gegen ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz eingelegt, das die so genannte Homo-Ehe erlaubt.

Anfang September hatte das Repräsentantenhaus in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento in einer historischen Abstimmung die Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern befürwortet. Der Gouverneur hat jedoch das letzte Wort und kann von seinem Vetorecht Gebrauch machen.

Schwarzenegger sprach aber „eingetragenen Lebensgemeinschaften“, die gleichgeschlechtlichen Paare eheähnliche Rechte einräumen, seine Unterstützung aus. Er würde diese bereits gültige Regelung „energisch“ verteidigen. Konservative Gruppen wollen mit Hilfe von Bürgerabstimmungen bei den nächsten Wahlen im Jahr 2006 diese Rechte beschneiden.

Der demokratische Abgeordnete Mark Leno kritisierte Schwarzeneggers Nein zur Homo-Ehe. Der Gouverneur hätte „eine historische Gelegenheit verpasst, sich für die Bürgerrechte aller Kalifornier stark zu machen“. Schwarzenegger bekräftigte am Donnerstag seine Position, dass nicht Parlamentarier, sondern Gerichte oder die Wähler über die Legalität der gleichgeschlechtlichen Ehe entscheiden sollten.

Er verwies auf eine Volksabstimmung im Jahr 2000, als die Mehrheit der Wähler ausschließlich für die Gültigkeit der traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau gestimmt hatte. Der Wille des Volkes müsse respektiert werden, erklärte Schwarzenegger.

Der gebürtige Österreicher hatte vor zwei Wochen seine Kandidatur für die Gouverneurswahlen im November 2006 bekannt gegeben. Der Beliebtheitsgrad des früheren Hollywoodstars ist in den vergangenen Monaten jedoch stark gesunken. Einer kürzlich veröffentlichten Umfrage zufolge würde Schwarzenegger derzeit bei einer neuen Kandidatur in dem Westküstenstaat verlieren.

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