Schutzwald als Lebensversicherung in den Gebirgstälern

Mit der Konferenz "Schutz.Wald.Gipfel" startete Bundesminister Niki Berlakovich zusammen mit Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner (Tirol) und Landesrat Erich Schwärzler (Vorarlberg) heute, Donnerstag, im Landhaus in Innsbruck den Veranstaltungsreigen zum "Internationalen Jahr des Waldes".

Gemeinsames Ziel ist es, das Thema “Leben mit Naturgefahren” verstärkt anzusprechen und die Bedeutung des Schutzwaldes aus verschiedenen Perspektiven darzustellen.

Für das waldreiche und gebirgige Land Vorarlberg ist das Thema Schutzwald von besonderer Bedeutung, sagte Landesrat Schwärzler: “Zwei Drittel des Vorarlberger Siedlungsgebiets wären ohne Schutzwald nicht bewohnbar. Deshalb setzen wir auf die konsequente Umsetzung unserer Schutzwaldstrategie.” In Vorarlberg werden 47 Millionen Euro für den Schutz gegen Naturgefahren investiert, davon entfallen rund sechs Millionen Euro auf die Erhaltung eines intakten Schutzwaldes. 4,5 Millionen Euro werden dafür aus dem Vorarlberger Waldfonds, dem Programm Ländliche Entwicklung und den flächenwirtschaftlichen Projekten beigesteuert.

“Bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen und Projekten bauen wir auf eine breite Partnerschaft von Forst, Jagd, Grundeigentümern, Wildbach- und Lawinenverbauung und auf eine intensive Öffentlichkeitsarbeit”, so Landesrat Schwärzler. Die zielgerichtete Pflege, zeitgerechte Verjüngung und nachhaltige Bewirtschaftung des Schutzwaldes sowie angepasste Wildbestände stellen weiterhin eine große Herausforderung für den ländlichen Raum und die Zukunft dar.

Fünf Vorarlberger Forstvereinsobleute wurden von Minister Berlakovich als “Partner des Schutzwaldes” ausgezeichnet: Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Hubert Malin (Vorarlberger Waldverein), Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger (Vorarlberger Waldverband), Bernhard Nöckl (Vorarlberger Försterbund), Josef Sohm (Verband Vorarlberger Forstschutzorgane) und Michael Broger (Hohenemser Waldverein). “Sie alle sind seit vielen Jahren engagierte Botschafter für die Erhaltung und Pflege der Schutzwälder in Vorarlberg“, gratulierte Landesrat Schwärzler zur Auszeichnung.(VLK)

 

Zahlen und Fakten zum Wald in Vorarlberg

  • 97.000 Hektar Wald, das sind 37 Prozent der Landesfläche
  • Die Hälfte davon ist Schutzwald
  • 24 Mio Kubikmeter Holz stehen im Vorarlberger Wald zur Verfügung. Jährlich werden ca. 360.000 Kubikmeter genutzt (im Schnitt der letzten fünf Jahre), das sind etwa 85 Prozent der nachhaltig möglichen Nutzungsmenge
  • Über 1.000 Kilometer Mountainbike- und Radwanderwege erschließen den Wald als Erholungsraum * Zwei Naturwaldresevate mit 350 Hektar Wald und “Natura 2000 Gebiete” mit einer Waldfläche von 5.500 Hektar.
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