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Schutz vor Aerosolen: Wirksames Hygienerezept für Vorarlbergs Reisebusse

Seit Anfang Juni 2020 setzt Hehle-Reisen diese speziellen Filter in seinen Reisebussen ein.
Seit Anfang Juni 2020 setzt Hehle-Reisen diese speziellen Filter in seinen Reisebussen ein. ©VLK - A. Serra
Ein neues, innovatives Filtersystem verschafft Busreisenden mehr Schutz und Sicherheit vor Viren und Bakterien. Es soll verhindern, dass virustragende Aerosole die Gesundheit von Reisegästen gefährden.

Mit am stärksten betroffen von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ist die Reisebranche in Österreich - darunter auch 50 Reisebusunternehmen aus Vorarlberg. Die Lust der Menschen, sich in einen vollen Bus zu setzen, ist nach wie vor nicht sonderlich groß. Daher haben sich mehrere Vorarlberger Busunternehmer zusammengeschlossen und ein neues Filtersystem entwickelt, das Busreisen in Zeiten von Corona so sicher wie nur möglich machen soll.

Neues Filtersystem Foto: VLK - A. Serra

Um zu verhindern, dass virustragende Aerosole die Gesundheit von Reisegästen in Bussen gefährden, entwickelte Hehle-Reisen gemeinsam mit dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik und der Firma Freudenberg Filtration Technologies ein neues innovatives Filtersystem. Dieses verschafft Reisenden mehr Schutz und Sicherheit vor Viren und Bakterien.

Konzept von Hehle-Reisen und Co.

Das neuartige Hygiene-Konzept wurde am Montag am Firmenareal des Lochauer Unternehmens Hehle-Reisen präsentiert. Etliche weitere Busunternehmen aus Vorarlberg wie Weiss Reisen in Bregenz, Herburger Reisen in Dornbirn oder Grass Bus in Bürs sind ebenfalls in die Forschungsinitiative eingebunden.

Wirksames Hygienekonzept

Um zu verhindern, dass virustragende Aerosole die Gesundheit von Reisegästen in Bussen gefährden, werden die Aerosole zunächst direkt aus der Umluft gefiltert. In einem zweiten Schritt wird die kritische Viruslast durch eine antivirale Filtermedienschicht inaktiviert.

Zunächst erfolgt – als Kernfunktion – die mechanische Filtration von Aerosolen (feinste Verteilung schwebender fester oder flüssiger Stoffe in Gasen z.B. der Luft). Unter Einhaltung der Biozidprodukte-Richtlinie der EU wird eine Verteilung von Viren verhindert, indem sie auf der funktionalen Filteroberfläche inaktiviert werden.

Moderne Filtertechnik

  • Effektiver Schutz vor Feinstaub
  • Effektiver Schutz vor Schadgasen wie Stickoxiden
  • Verlässliches Zurückhalten von Bakterien und Viren
  • Reduktion der Bakterien und Virenlast in der Innenraumluft

Wirkungsprinzip der „micronAir blue“-Innenraumfilter

Der einzigartige mehrstufige progressive Aufbau der Filter ermöglicht eine bestmögliche Abscheidung von Partikeln, Gasen, Bakterien und Viren.

Durch die Filtration wird eine verlässliche Rückhaltung von Bakterien und Viren und eine Vermeidung einer Verteilung von Viren erreicht. Eine zusätzliche auf Fruchtextrakten basierende Filterschicht denaturiert die Proteinstruktur der Viren und inaktiviert diese nachweislich.

Durch den Einsatz der hocheffizienten Filter in Kombination mit der patentierten funktionellen Lage wird die Virenkonzentration in Fahrzeugen nahezu vollständig reduziert, sagen die Verantwortlichen.

An drei Stellen werden diese Filter im Bus eingesetzt:

  • im Frontfilter
  • dem Innenraumfilter
  • und schließlich im Frischluftfilter für die Klimaanlage auf dem Dach des Busses
Wirtschafts-LR Marco Tittler und Hehle-Reisen-Fuhrparkleiter Konrad Bereuter -
Foto: VLK - A. Serra

Dieses Dreistufensystem schaffe ein in sich geschlossenes System und erreicht so einen fast keimfreien Innenraum im Bus.

Flächendeckend in Vorarlberg ab Herbst

Seit Anfang Juni 2020 setzt Hehle-Reisen diese speziellen Filter in seinen Reisebussen ein. Im September 2020 werden diese innovativen Filter möglichst flächendeckend in Vorarlberger Reisebussen eingesetzt werden. Alle Vorarlberger Busunternehmen, die über Reisebusse verfügen, die diese Filter technisch einsetzen können, nehmen an dem innovativen Forschungsprojekt teil.

Die beteiligten Unternehmen

Hehle-Reisen rief während der Coronakrise ein Projektteam ins Leben und baute ein Forschungsnetzwerk auf, mit dem Ziel, für Reisebusse ein wirksames Hygienekonzept zu entwickeln. Etliche weitere Busunternehmen aus Vorarlberg und darüber hinaus sind in die Forschungsinitiative eingebunden:

Weiss Reisen Bregenz, Hagspiel-Touristik Hittisau, Felder Reisen Mellau, Bitschibus Bludenz, Haueis Reisen Bludenz, Arlberg Express Klösterle, Herburger Reisen Dornbirn, Grass Bus Bürs, Sunshine Tours Feldkirch, Weiermair Reisen Kirchdorf, Ratzenböck Reisen St. Ägidi, Krautgartner Reisen Lohnsburg und Rietzler Reisen Ried.

„Es ist die bereits dritte innovative Problemlösung nach den Vorarlberg-Masken und dem ‚safedi‘-Projekt“, freute sich Wirtschaftslandesrat Marco Tittler.

Darüber hinaus sind in dem Projekt die Unternehmen Freudenberg Filtration Technologies SE & Co. KG und die EvoBus GmbH sowie als Forschungspartner das OFI, Mitglied der ACR (Austrian Cooperative Research) involviert.

(Red.)

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