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Schussattentat

In Perchtoldsdorf bei Wien wurde ein Bulgare mit einer Schußwaffe lebensgefährlich verletzt.

Bei den Vorbereitungen eines Verbrecher-Duos zu einem Bombenanschlag, der offenbar seinem Sohn gegolten hätte, ist Freitag Nacht ein 77-jähriger Bulgare in Perchtoldsdorf bei Wien angeschossen worden. Stoytcho St. wurde drei Mal aus einer Faustfeuerwaffe in den Oberkörper getroffen. Er befand sich nach einer Notoperation im Krankenhaus Mödling am Samstag noch in Lebensgefahr. Der Sprengsatz ist rechtzeitig entschärft worden.

Die Bombe, die bei der Spurensicherung nach dem Schussattentat gefunden worden war, hätte durch einen Zeitzünder Samstag gegen Mittag zur Explosion gebracht werden sollen.
Das gefährliche Paket war auf dem Grundstück neben der vom Wohnhaus abseits gelegenen Garage deponiert. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter nicht vorhatten, Personen Schaden zuzufügen.

Der Sprengsatz dürfte als “Warnung” oder “Drohung”für den Sohn des 77-Jährigen, Krassimir St. (45), gedacht gewesen sein. Er ist ein bulgarischer Geschäftsmann, der in seiner Heimat eine Tages- und eine Sportzeitung besitzt. Via Interpol werden jetzt die Hintergründe der Verbrechens auch im Ausland recherchiert.

Bei der groß angelegten Alarmfahndung nach den Attentätern waren Beamte der Gendarmerie, der Wiener Polizei, der Spezialeinheit WEGA, Suchhunde und Hubschrauber im Einsatz. Das Duo blieb aber vorerst verschwunden.

Ein erster Hinweis für die Ermittler: In den vergangenen Tagen war in der Nähe des Tatorts in der Perchtoldsdorfer Waldstraße mehrfach ein dunkler Wagen, wahrscheinlich ein Audi A4 oder A6, aufgefallen. Vermutlich handelt es sich dabei um einen deutschen Pkw mit Aschaffenburger Kennzeichen (AF).

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