Schumi rückt Alonso immer näher

Michael Schumacher (37) hat am Sonntag beim Formel-1-Grand-Prix von Deutschland in Hockenheim einen ungefährdeten Heimsieg gefeiert. Klien wurde Achter und sammelte den zweiten WM-Punkt der Saison 2006.

Die Formel-1-WM 2006 wird langsam aber sicher spannender. Michael Schumacher holte sich am Sonntag ungefährdet den Heimerfolg beim Deutschland-Grand-Prix auf dem Hockenheimring und feierte damit den dritten Sieg in Folge – da Weltmeister und WM-Leader Fernando Alonso über Rang 5 nicht hinauskam, schrumpfte der Abstand zwischen dem 25-jährigen Renault-Spanier und dem 37-jährigen Ferrari-Deutschen 6 Rennen vor Schluss von 17 auf 11 Punkte. Nach dem dritten Sieg in Serie, dem fünften Erfolg der Saison und dem 89. Grand-Prix-Triumph seiner Karriere kann Schumacher wieder aus eigener Kraft seinen achten WM-Titel einfahren. Der WM-Krimi geht bereits am kommenden Sonntag in Budapest weiter.

Platz zwei durch Felipe Massa untermauerte die aktuelle Überlegenheit der Ferraris, nach Indianapolis war es der zweite Doppelerfolg der Roten in dieser Saison. Kimi Räikkönen (McLaren), der aus der Pole Position gestartet war, wurde Dritter. Christian Klien durfte sich endlich wieder über Zuwachs auf dem Punktekonto freuen, der Vorarlberger wurde so wie beim Auftaktrennen am 12. März in Bahrain Achter und kassierte dafür einen Zähler.

Schumacher verteidigte beim Start seinen zweiten Rang souverän und setzte sich hinter den mit deutlich weniger Benzin und damit leichter ins Rennen gegangenen Räikkönen fest. Bereits in der 10. Runde musste der Finne als Erster an die Box zum Nachtanken. Das hieß für Schumacher: freie Fahrt. Mit seinem brasilianischen Mitstreiter Massa baute Schumi seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach dem 100. Bridgestone-Sieg gab es von Schumi ein großes “Danke” an Massa, freudestrahlend klopfte der Deutsche dem Brasilianer zufrieden auf die Schulter. “Mit dem Doppelsieg haben wir unser Ziel erreicht”, meinte der Schumi-Helfer, der aber nicht verheimlichte, dass auch er irgendwann einmal gerne gewinnen würde.

Alonso wäre einen Tag nach seinem 25. Geburtstag beinahe vollkommen leer ausgegangen, kurz vor Rennende kam der Spanier von der Strecke ab und brachte seinen Renault nur mit letzter Kraft wieder in die Spur zurück.

Christian Klien – von Platz 12 aus gestartet – erwischte einen guten Tag und hatte diesmal auch das notwendige Glück, um etwa den Startkollisionen zu entkommen und gleichzeitig nach vorne zu rutschen. “Die Erleichterung ist groß, das Warten auf den zweiten Punkt war elendiglich lang. Das ganze Wochenende war gut und ist nach Plan gelaufen. Der Punkt ist sensationell fürs Team.” Platz 8 sorgte bei Klien nach den teilweise kritischen Worten aus dem Umfeld für große Befriedigung: “Damit kann ich einigen das Maul stopfen, das freut mich am meisten.”

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