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Schulen in China wegen SARS geschlossen

Aus Angst vor einer weiteren Verbreitung der Lungenkrankheit SARS haben zwei chinesische Provinzen am Montag die Schulen vorübergehend geschlossen.

In Peking verlegte ein Krankenhaus 350 normale Patienten in andere Kliniken, um Platz für Erkrankte mit dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom zu machen. Ein Team der Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzte in Shanghai seine Untersuchungen fort.

Staats- und Parteichef Hu Jintao unterstrich die Sorge der Regierung über die Ausbreitung der Krankheit in China. Bei einem Besuch von zwei medizinischen Instituten sagte Hu, die Identifikation des Erregers und eine schnelle Diagnose seien wichtig für die Vorbeugung und die Behandlung der Krankheit. China zählt mit offiziell eingeräumten 1.800 Erkrankten und 79 Toten die meisten SARS -Fälle weltweit.

Unter Hinweis auf die „sehr ernste Lage“ schloss die 23 Millionen Einwohner zählende autonome Region Innere Mongolei die Schulen bis 20. Mai, berichtete „China News Service“. Fälle seien im mittleren, westlichen und östlichen Teil der nordchinesischen autonomen Region gefunden worden. Offiziell ist bisher nur von 25 SARS-Patienten die Rede. In der 30 Millionen zählenden Provinz Shanxi, wo offiziell 112 Fälle eingeräumt werden, sind die Schulen bis 7. Mai geschlossen worden.

In Peking, wo am Sonntag 300 mehr Fälle als bisher bekannt und zusätzlich 400 Verdachtsfälle enthüllt worden waren, wurden sechs Krankenhäuser speziell für die Krankheit designiert. Das Ditan- Hospital für ansteckende Krankheiten wurde allein für SARS-Patienten eingerichtet.

Wegen des zögernden Umgangs mit der Krankheit waren der Pekinger Bürgermeister Meng Xuenong und Gesundheitsminister Zhang Wenkang entlassen worden. Von China aus, wo die Krankheit im November begonnen hatte, hat sich SARS in bisher 26 andere Länder verbreitet.

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