Schule schärft Profil mit neuen Themen

Bregenz (VN) -  Das Privatgymnasium Riedenburg setzt auf neue Unterrichtsformen und Gesundheit.

Eine Schule bewegt sich. Und das in jeder Beziehung. Neue Unterrichtsformen und Gesundheitsförderung sind künftig integrative Bestandteile des Schulprofils am Privatgymnasium Sacré Coeur Riedenburg in Bregenz. Das gilt sowohl für die Volksschule als auch das Gymnasium und die HLW. Damit vor allem die „Gesunde Schule“ glaubhaft herüberkommt, mühen sich sogar Pädagoginnen und Pädagogen in Fitnessstudios ab. „Wenn die eigene Figur und das eigene Ernährungsverhalten aus dem Ruder zu laufen drohen, lassen sich Übergewicht, Fettabbau und Bewegung im Unterricht kaum glaubhaft thematisieren“, begründet Direktorin Hildegard Gstach die „Rosskur“, die allerdings freiwillig ist.

Das umfangreiche Projekt startete in allen ersten Klassen des Gymnasiums. Mehrere Stunden pro Woche waren die Schülerinnen gefordert, ihr Essverhalten zu reflektieren. Fachliches über Produktion und Zusammensetzung von Lebensmitteln kam von den Lehrerinnen und Lehrern der Höheren Lehranstalt.

 
 
Bewegungspausen

Auf diese Weise lernten die Mädchen saisonale und regionale Lebensmittel kennen sowie die Ernährungspyramide und Bedeutung sozialer Esskultur zu verstehen. Zudem werden seit Schulbeginn in allen Klassen gezielt Bewegungspausen durchgeführt. Den jetzigen ersten Klassen bietet der Gesundheitsschwerpunkt verschiedene Module von Lern- und Erfahrungseinheiten wie „Körperzufriedenheit und Körperwahrnehmung“ oder „Umgang mit Facebook und Co“. Auch das seit Herbst in den ersten Klassen des Gymnasiums eingeführte Modell „Riedenburg neu“ wird nach einer halbjährigen Probezeit verbindlich ins Regelschulwesen aufgenommen. Klassen- und fächerübergreifendes Arbeiten hätten sich laut Gstach hervorragend bewährt.

„Damit wurde der pädagogisch wichtige Schritt vom lehrerzentrierten Unterricht zum schülerbezogenen Arbeiten vollzogen“, sagen Klaus Feldkircher und Brigitta Story, die beide an der Entwicklung des Projekts beteiligt sind. Methodentraining, Zwei-Wochenpläne und Themen wie Gesundheit können nun in neuen Zeitstrukturen verwirklicht werden. So haben die Schülerinnen auch vormittags Stunden für Freiarbeit oder Fördermaßnahmen. Jochen Sprickler und Gebhard Hinteregger, beide in den ersten Klassen tätig und für die Weiterentwicklung in den folgenden Jahrgängen mitverantwortlich, bringen den Paradigmenwechsel auf den Punkt: „Frontale Unterrichtseinheiten in Deutsch oder Geografie beschränken sich auf maximal 10 Minuten. Den Rest arbeiten die Schülerinnen selbstständig oder miteinander. Die Ergebnisse und standardisierten Überprüfungen geben uns recht.“

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