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Schuhwurf als Protestform kommt in Indien in Mode

Nach dem spektakulären Schuhwurf von Bagdad kommt diese Form des Protests auch im indischen Wahlkampf zunehmend in Mode: Bei einer Wahlkampfveranstaltung im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh warf am Donnerstag ein früheres Parteimitglied seine Sandale auf den Spitzenkandidaten der hindu-nationalistischen Partei BJP, Lal Krishna Advani.

Der Schuh verfehlte den Politiker. Der Werfer namens Pawas Agarwal habe gegen seinen Ausschluss aus der Partei protestieren wollen und sei festgenommen worden, meldete die Nachrichtenagentur PTI.

In der vergangenen Woche hatte ein Journalist den indischen Innenminister Palaniappan Chidambaram mit einem Turnschuh beworfen, der den Politiker ebenfalls verfehlte. Wenige Tage später warf ein früherer Schuldirektor seinen Schuh in Richtung eines Kandidaten der regierenden Kongress-Partei.

Im vergangenen Dezember hatte der irakische TV-Reporter Muntazer al-Zaidi (Muntasser al-Saidi) aus Protest gegen die Besetzung seiner Heimat durch amerikanische Truppen den damaligen US-Präsidenten George W. Bush bei einer Pressekonferenz in Bagdad mit seinem Schuh beworfen. Zaidi wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

In Indien hat am Donnerstag die Parlamentswahl begonnen. Sie erstreckt sich nahezu über einen Monat, der letzte Wahltag ist am 13. Mai. Am 16. Mai wird das Ergebnis verkündet.

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