Schrottprämie kommt "light"

Die Details der Verschrottungsprämie zur Ankurbelung des Neuwagenkaufs in Österreich sind fix. Prämienbegünstigt sind Autos, die mindestens 13 Jahre alt sind und aus dem Verkehr gezogen werden.

Für sie soll es ein Anrecht auf eine Prämie von 1500 Euro beim Kauf eines Neuwagens geben, davon die Hälfte vom Bund, die andere Hälfte vom Handel. Dies gab Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner gestern gemeinsam mit dem Autohandel und den Autoimporteuren bekannt.

Budget von 45 Mill. Euro

Die Aktion startet mit 1. April 2009 für die Erstzulassung des Neuwagens. Ende der Frist ist der 31. Dezember 2009. Kosten soll die Aktion in Summe 45 Mio. Euro. Ziel ist es, 30.000 Fahrzeuge der Schadstoff-Klasse Euro 0 und 1 durch umweltfreundlichere Neuwagen mit mindestens Euro-4-Standard zu ersetzen. Die Prämie werde durchaus einige Bürger dazu bewegen, „ihr altes umweltgefährdendes Auto aus dem Markt zu nehmen und den Impuls für einen Neuwagenkauf wahrzunehmen”, sagte Mitterlehner. Auf eine zusätzliche CO2-Grenze habe man verzichtet, weil ein Umtausch in die größten Spritfresser unwahrscheinlich sei.

Mit Europa vernetzt

Die Autoindustrie sei für Europa und Österreich – dem Zulieferland schlechthin – eine Schlüsselbranche. 82 Prozent der Exporte der heimischen Fahrzeugindustrie gehen laut Mitterlehner nach Europa, die Hälfte davon allein nach Deutschland, daher habe schon unter dem Aspekt der Vernetzung und der Solidarität Handlungsbedarf bestanden.

Greenpeace poltert

Heftige Kritik übt die Umweltorganisation Greenpeace an der nun fixierten Verschrottungsprämie für Altautos. Es sei unsinnig, Autos, die aufgrund ihres Alters ohnedies bald von der Straße verschwinden würden, zuvor noch schnell 1500 Euro Steuergeld in den Auspuff zu schieben. Die Prämie bringe dem Klimaschutz kaum etwas und auch nicht der heimischen Konjunktur.

 

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