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Schröder: "Denke nicht an Rücktritt"

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder denkt nach eigenen Worten nicht an Rücktritt oder die Umbildung seines Kabinetts.


Er denke nicht daran, sein Amt an Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement zu übergeben, sagte der SPD-Vorsitzende laut einer Vorausmeldung der Illustrierten „stern“ vom Mittwoch. „Es gibt auch keinen Grund dafür“, wird er zitiert. Sein Ziel sei es, am Ende der Legislaturperiode 2006 noch im Amt zu sein: „Erstens will ich und zweitens werde ich.“ Er habe auch nicht vor, das rot-grüne Koalitionskabinett umzubilden.

Schröder wies zugleich Spekulationen über Rücktrittsgedanken seines Außenministers und Vizekanzlers Joschka Fischer zurück: „Ich glaube das nicht.“ Er fügte an: „Wir reden fast jeden Tag miteinander. Ich habe volles Vertrauen zu ihm, und er kann volles Vertrauen zu mir haben.“ Der Kanzler bestritt, dass Fischer von der Veröffentlichung des deutsch-französischen Irak-Friedensplanes überrascht worden sei. „Es gibt gemeinsame Überlegungen, und wir haben uns immer abgestimmt“, sagte er laut „stern“.

Den USA und Großbritannien sicherte Schröder volle militärische Bewegungsfreiheit in Deutschland zu, auch wenn sie ohne UNO-Mandat einen Krieg gegen den Irak beginnen sollten. Auf eine Frage nach den Konsequenzen eines Angriffs ohne Ermächtigung durch den UNO-Sicherheitsrat sagte Schröder: „Ich habe immer erklärt, dass wir die Bewegungsfreiheit unserer Verbündeten nicht einschränken werden. Das bezieht sich auf die USA ebenso wie auf Großbritannien.“ Er betonte zudem, dass Deutschland im Weltsicherheitsrat eine gemeinsame Position mit Frankreich einnehmen werde.

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