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Schriftsteller Peter Marginter 73-jährig gestorben

Der österreichische Schriftsteller und Übersetzer Peter Marginter ist gestern, Sonntag, im Alter von 73 Jahren "nach einer mit Weisheit und Geduld ertragenen Krankheit" gestorben. Dies teilte der P.E.N.-Club am Montag mit.

Marginter, der im Hauptberuf in der österreichischen Auslandskulturpolitik tätig war, gelang der Durchbruch als Schriftsteller 1966 mit “Der Baron und die Fische.” In seinem Werk habe er “einen spezifisch österreichischen Ton” in der Literatur nach 1945 gefunden, würdigte der P.E.N.-Club seinen ehemaligen Generalsekretär.

Am 26. Oktober 1934 in Wien geboren, studierte Marginter zunächst Jus und Staatswissenschaften in Wien und Innsbruck. Nach Tätigkeiten beim Verfassungsgerichtshof und der Handelskammer Wien trat er 1971 in den Kulturdienst des österreichischen Außenministeriums. Von 1971 bis 1975 war er als Kultur- und Presserat an der Botschaft in Ankara tätig und wurde in den folgenden Jahren an die Botschaft in Moskau und an das Österreichische Kulturinstitut in London entsandt, das er von 1990 bis 1995 leitete.

Mit seinem 1966 erschienenen ersten und erfolgreichsten Roman “Der Baron und die Fische”, in dem er kleinkariertes Spießbürgertum und lähmende Bürokratie treffend aufs Korn nahm, machte Marginter als Schriftsteller auf sich aufmerksam. Es folgten die Romane “Der tote Onkel. Krimisterium” (1967) und “Königrufen”(1973) sowie die Erzählung “Leichenschmaus. Ein Menü mit zehn skurrilen Gängen” (1969). Später konzentrierte er sich verstärkt auf Jugendliteratur, sowie auf das Übersetzen von Robert Graves oder Thomas Hardy und verfaste Hörspiele und Drehbücher. Seine jüngsten Werke “Das Röhren der Hirsche” und “Des Kaisers neue Maus” erschienen 2001.

Ausgezeichnet wurde Marginter unter anderem mit dem Anton-Wildgans-Preis (1970) und dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (1996). Zwischen 1997 und 2001 war er Generalsekretär des P.E.N.-Clubs.

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