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Schramböck schließt zweiten Corona-Lockdown in Österreich nicht aus

"Wien strahlt aus auf ganz Österreich"
"Wien strahlt aus auf ganz Österreich" ©APA
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck: "Ich habe keine Glaskugel. Israel hätte sich auch nicht gedacht, dass es dazu kommen wird." - Die Opposition reagiert schockiert.
Kurz: "2. Welle beginnt, 2. Lockdown verhindern"

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) schließt einen zweiten "Lockdown" wegen der Coronakrise nicht aus. "Ich habe keine Glaskugel. Israel hätte sich auch nicht gedacht, dass es dazu kommen wird", so Schramböck dazu am Donnerstag in der "Kleinen Zeitung". Das Gesundheitsministerium hatte Gerüchte über einen zweiten Lockdown zuletzt dementiert. Die NEOS reagierten "schockiert" auf die Aussage Schramböcks, die FPÖ warnte vor dem "Todesstoß für tausende Betriebe".

Wien strahlt aus auf ganz Österreich

Schramböck verband ihre Warnung vor einem zweiten Lockdown mit der neuerlichen Forderung an Wien, eine frühere Sperrstunde für Lokale einzuführen. "Wien strahlt aus auf ganz Österreich. Die Verantwortung ist in der Hauptstadt zu suchen", sagte die Ministerin. Tatsächlich liegt Wien mit 150 bestätigten neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an der Spitze. Aber auch die westlichen Bundesländer Tirol und Vorarlberg liegen mit 76 Fällen deutlich über der für die deutsche Reisewarnung ausschlaggebenden Grenze (50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen).

FPÖ entsetzt

FPÖ-Chef Norbert Hofer reagierte scharf auf die Aussagen Schramböcks. "Die Regierung ist drauf und dran, unser Land an die Wand zu fahren. Ein neuerlicher Lockdown wäre der Todesstoß für tausende Betriebe. Jeden Tag neue Verwirrungen, obwohl das heimische Gesundheitssystem noch ausreichend Kapazitäten hat, um einen etwaigen Anstieg der Erkrankungen verkraften zu können", kritisierte er. Er sieht sich in seiner Warnung vor einem zweiten Lockdown bestätigt.

NEOS schockiert

NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker zeigte sich "schockiert": "Es ist die vorrangige Aufgabe der türkis-grünen Bundesregierung, einen zweiten Lockdown zu verhindern." Angesichts des neuen Rekordes bei den Neuinfektionen sei die Regierung jetzt gefordert: "Derzeit sorgen aber nicht die Infektionszahlen für diese Verunsicherung, sondern das Chaos von Kurz, Anschober und Co."

(APA)

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