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Schönborn: Alternativen zum Kirchenbeitrag möglich

Kardinal: "Es fehlt der politische Wille"
Kardinal: "Es fehlt der politische Wille" ©APA (Hochmuth)
Für Kardinal Christoph Schönborn sind andere Modelle als der verpflichtende Kirchenbeitrag durchaus vorstellbar - wenn auch derzeit unrealistisch: "Es gäbe Alternativen, aber da gibt es keinen politischen Willen dazu", sagte er im Interview mit der APA. Ein freiwilliges Modell würde derzeit an den noch zu geringen steuerlichen Erleichterungen bei Spenden scheitern, meint der Kardinal.

Eine Alternative zum verpflichtenden Kirchenbeitrag wäre für Schönborn etwa das US-amerikanische System, “dass man einfach ganz massive steuerliche Erleichterungen für Spenden an die Kirchen, an die Sozialeinrichtungen etc. geben würde”. Dies sei zwar derzeit noch lange nicht der Fall, trotzdem lobte der Kardinal die jüngste, “deutliche Verbesserung in diesem Bereich”, nämlich die Erhöhung des Absetzbetrags auf 200 Euro im Zuge der Steuerreform. “Das ist ein guter Schritt, aber das ist natürlich nicht genügend, um das System grundsätzlich zu ändern.”

Schönborn bemängelt auch, dass die römisch-katholische Kirche mehr an Mehrwertsteuer an den Bund zahlt als der Bund an Subventionen für die Erhaltung der Kirchen ausgibt. Solange dieses System bestehe, sieht der Kardinal ebenfalls keinen alternativen Weg zur verpflichtenden Kirchensteuer.

Dass der Kirchenbeitrag primär Schuld an den Austritten ist, glaubt der Kardinal nicht: “Ich glaube, der entscheidende Grund ist, dass Menschen keine Beziehung zur Gemeinschaft der Kirche haben, sie ist ihnen fremd geworden.” Viele seien nicht damit aufgewachsen und hätten nur eine “vage Idee” von der Kirche. Auch katholische Traditionen kämen mit der jetzigen Großeltern-Generation immer mehr abhanden.

Dass der Anteil der Katholiken an der österreichischen Bevölkerung anstatt zu sinken wieder steigen könnte, glaubt Schönborn nicht. Der Kardinal setzt aber Hoffnung in das Missionsprojekt “Apostelgeschichte 2010”.

Angesprochen auf die jüngsten Turbulenzen in der Diözese Linz rund um den umstrittenen Weihbischofs-Kandidaten Gerhard Maria Wagner, blickt der Vorsitzende der Bischofskonferenz optimistisch in die Zukunft. “Wir erwarten uns die Behutsamkeit, die die Kirche selbst für solche Vorgänge vorsieht.”

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